Nahe Sri Lanka Feuer auf Öltanker unter Kontrolle

Vor der Ostküste Sri Lankas brannte nach einer Explosion ein Schiff. Nun teilt die Marine mit, dass keine Flammen mehr zu sehen seien.
Luftaufnahme des Öltankers "New Diamond"

Luftaufnahme des Öltankers "New Diamond"

Foto: SRI LANKAN AIR FORCE MEDIA HANDOUT / EPA-EFE / Shutterstock

Das vor sechs Tagen ausgebrochene Feuer auf einem Ölfrachter vor Sri Lanka ist unter Kontrolle. Das teilte die Marine Sri Lankas mit.

Laut den Einsatzkräften konnten zum ersten Mal seit Ausbruch des Feuers Menschen den Öltanker betreten. Flammen und Rauch sind demnach nicht mehr zu sehen.

Es sei zwar wieder Öl im Wasser um das Schiff sichtbar, dies stamme nach ersten Erkenntnissen aber nur aus dem Treibstofftank des Frachters, teilte die Marine weiter mit. Der Öltanker hat 270.000 Tonnen Öl geladen. Der Lagerort des Öls sei noch intakt, sagte der Sprecher. Ein Forscherteam soll nun das Ausmaß der Ölverschmutzung im Meer untersuchen.

Greenpeace-Meeresexperte Christian Bussau sagte dazu: "Auch wenn das Feuer derzeit gelöscht zu sein scheint: Im jetzigen Zustand bleibt dieser Öltanker eine tickende ökologische Zeitbombe." Vor Sri Lanka gebe es Wal- und Riffhaie, Meeresschildkröten sowie Pott- und Blauwale. Um die Gefahr einer Katastrophe zu bannen, sollte das Schiff an die Küste, in einen Nothafen oder an einen sicheren Liegeplatz in Küstennähe gebracht werden. Denn von Land aus lasse sich ein beschädigter Tanker besser sichern und das Öl, wenn nötig, abpumpen, sagte Bussau.

Im Maschinenraum der in Panama registrierten "New Diamond" hatte es am vergangenen Donnerstag eine Explosion und einen anschließenden Brand gegeben. Dabei starb ein Besatzungsmitglied, die 22 übrigen Crewmitglieder konnten gerettet werden.

Das Schiff sollte das Öl von Kuwait nach Indien bringen. Das Schiff der Indian Oil Corp (IOC) hatte Kurs auf den Hafen Paradip genommen, wo das Staatsunternehmen eine Raffinerie betreibt. Der Tanker wurde im Jahr 2000 gebaut, ist 333 Meter lang, 60 Meter breit und hat einen Tiefgang von rund 20 Metern.

Erst vor wenigen Wochen hatte die Havarie eines japanischen Frachters für eine Umweltkatastrophe vor Mauritius gesorgt.

sen/dpa
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