Sri Lanka Dutzende Tote bei schweren Unwettern

Heftige Regenfälle haben im Inselstaat Sri Lanka Erdrutsche und Überschwemmungen ausgelöst. Mehr als 200 Menschen starben oder werden noch vermisst, Tausende sind auf der Flucht.

Rettungsarbeiten in Bellana Village
DPA

Rettungsarbeiten in Bellana Village


Bei schweren Unwettern in Sri Lanka sind mehr als 90 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 110 Menschen würden vermisst, teilte das Zentrum für Katastrophenmanagement mit.

Tagelange Monsun-Regenfälle hatten im Zentrum, Süden und Westen des Landes in der Nacht zum Freitag Überschwemmungen und schwere Erdrutsche ausgelöst. Im Süden und Westen des Inselstaats wurden Hunderte Häuser zerstört, Tausende Menschen mussten fliehen.

Auch die Hauptstadt Colombo war von Überflutungen betroffen, ebenso wie die bei Touristen beliebten Distrikte Galle und Matara. "Wir haben Soldaten in die betroffenen Gebiete geschickt, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen", sagte der Offizier Roshan Seneviratne.

Tausende Menschen sind auf der Flucht

Insgesamt mussten nach Angaben des Katastrophenschutzes etwa 20.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Zusätzlich habe man die Anwohner aller überflutungsgefährdeten Flüsse dazu aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen, sagte Innenminister Vajira Abeywardena.

In Sri Lanka beginnt im Mai üblicherweise der Südwest-Monsun. Im vergangenen Jahr starben bei ähnlichen Unwettern mindestens 127 Menschen, Erdrutsche verschütteten ganze Dörfer. Mindestens 300.000 Menschen mussten vorübergehend aus ihren Behausungen fliehen.

Erst vor wenigen Wochen war Sri Lanka von einem schweren Unglück infolge starker Regenfällen getroffen worden. Am Stadtrand der Hauptstadt Colombo war eine gigantische Müllkippe ins Rutschen geraten und hatte große Teile eines angrenzenden Armenviertels unter sich begraben. Nach Angaben der Polizei wurden 145 Hütten und Häuser zerstört, mindestens 16 Menschen kamen ums Leben.

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Sri Lanka: Verwüstung nach der Lawine

Gesundheitsexperten warnen seit Langem vor den Gefahren, das Parlament hatte kürzlich die Schließung der Müllhalde verlangt. Es gibt Pläne zum Bau eines Kraftwerks, mit dem durch die Verbrennung des Mülls Energie gewonnen werden soll.

mxw/dpa/AFP



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