Tier macht Sachen Polizei entschuldigt sich für Hundehochzeit

Ein Hochzeitspaar auf dem Podest: Tierische Eheschließung erbost Minister
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Ein Hochzeitspaar auf dem Podest: Tierische Eheschließung erbost Minister


Colombo - Der Kultusminister Sri Lankas war alles andere als amüsiert: Wer denn da auf die Idee gekommen sei, Hunde zu verheiraten? Und dann auch noch so, dass es an traditionelle buddhistische Hochzeiten erinnert? Insgesamt eine verdammenswerte Angelegenheit, befand T.B. Ekananayake. Der Politiker forderte, in der Sache genauer zu ermitteln.

Was war geschehen? Die Polizei in dem Land dachte offenbar, es sei eine putzige Idee, für insgesamt 18 Sprengstoffsuchhunde eine Gruppenhochzeit zu veranstalten. Dafür zog man den Tieren in der Stadt Kandy Schals, Hüten und Socken an und stellte sie auf ein mit Blumen dekoriertes Podest.

Ein Offizieller beglaubigte die Ehen. Tierärzte, Polizisten und eine beachtliche Menge an Zuschauern waren zu Gast. Ein örtlicher TV-Sender zeigte, wie die Hunde nach der Zeremonie in einem geschmückten Polizeiwagen in die Flitterwochen gefahren wurden.

Das stieß beim Minister auf wenig Gegenliebe. Die Aktion untergrabe traditionelle Hochzeitszeremonien. Polizeisprecher Buddhika Siriwardena beeilte sich dann auch mit der Entschuldigung. Man habe dem kulturellen Erbe des Landes nicht schaden wollen. Die Hunde seien schließlich nur ins Land gebracht worden, um eine Zucht aufzubauen.

"Ziel dieses Programms ist es, Hunde zu züchten, die an das Wetter und die Nahrung hier gewöhnt sind, und dadurch Geld zu sparen", sagte er. 2011 habe die Regierung noch eine halbe Million Euro dafür ausgegeben, Spürhunde aus den Niederlanden zu importieren. Wie viel die Hundehochzeit gekostet hatte, sagte er nicht.

Aufmarsch der Hochzeitspaare: Insgesamt 18 Hunde wurden getraut
AP

Aufmarsch der Hochzeitspaare: Insgesamt 18 Hunde wurden getraut

ulz/AP



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