St. Pauli Bombenentschärfung auf der Sex-Meile

Weil eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe entschärft wurde, sperrte die Polizei in Hamburg zeitweise das Amüsierviertel St. Pauli. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen.


Keine Peepshow am Vormittag: Die Polizei evakuierte rund 5400 Menschen aus St. Pauli
AP

Keine Peepshow am Vormittag: Die Polizei evakuierte rund 5400 Menschen aus St. Pauli

Hamburg - Sprengmeister Manfred Schubert brauchte knapp 30 Minuten, um die beiden Aufschlagzünder des Blindgängers zu entfernen. Die stark verrostete 250 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe war mit einem besonders brisanten Sprengstoffgemisch gefüllt.

Zuvor hatten mehr als 400 Polizisten und etwa 40 Feuerwehrleute St. Pauli für mehrere Stunden zu einem Sperrbezirk gemacht. Im Umkreis von 200 Metern müssen mehrere tausend Bürger ihre Häuser verlassen. Die Bavaria-Brauerei stellte die Arbeit ein. Die Reeperbahn wurde gesperrt. In den umliegenden Stadtteilen kam es zu langen Staus, auch S- und U-Bahnzüge sowie die Hafenfähren machten Zwangspausen.

Die Bombe war am Dienstagmorgen bei Bauarbeiten entdeckt worden. Im Zweiten Weltkrieg sind nach Angaben der Innenbehörde allein über Hamburg insgesamt rund 100.000 Spreng- und drei Millionen Brandbomben niedergegangen.



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