Stendal AKW-Kühltürme gesprengt

Eine Attraktion der besonderen Art konnten tausende Schaulustige bei Stendal besichtigten. In Arneburg wurden zwei Kühltürme des zu DDR- Zeiten nicht vollendeten Kernkraftwerkes gesprengt.


Kühlturmsprengung
AP

Kühlturmsprengung

Arneburg - Die beiden 150 Meter hohen Betonriesen in unmittelbarer Nähe der Elbe fielen gleichzeitig in sich zusammen. In 880 Bohrungen waren über 350 Kilogramm Sprengstoff eingebracht worden. Die Sprengung war zuvor wegen dichten Nebels um zwei Stunden verschoben worden.

Wie bereits bei der Sprengung des ersten Turmes 1994 hatten sich mehrere tausend Schaulustige eingefunden. Sie beobachteten das Spektakel aus 450 Meter Entfernung von einer Aussichtsplattform aus. Das Energieunternehmen PreussenElektra hatte sich für die Sprengung entschieden, weil der Unterhalt der Bauwerke hohe Kosten verursachte. Die Bruchstücke, etwa 45.000 Tonnen, werden an Ort und Stelle zur Wiederverwendung im Straßenbau aufbereitet.



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