Auktion von Christie's Rollstuhl und Doktorarbeit von Stephen Hawking werden versteigert

Allein der Wert seiner Doktorarbeit wird auf mehr als 100.000 Euro geschätzt: In einer Onlineauktion versteigert Christie's Dinge aus Stephen Hawkings Leben - für einen guten Zweck.

Stephen Hawking
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Vor mehr als acht Monaten starb Stephen Hawking. Nun versteigert das Londoner Auktionshaus Christie's in einer Onlineauktion 22 Dinge aus dem Besitz des Astrophysikers.

Darunter befinden sich laut dem Auktionshaus komplexe Forschungsarbeiten des Briten, ein Rollstuhl und ein Drehbuch der Serie "Die Simpsons".

Einen besonders hohen Preis dürfte bei der Versteigerung die Doktorarbeit des Astrophysikers bringen. Ihr geschätzter Wert liegt zwischen 113.000 und 170.000 Euro.

Hawking promovierte im Jahr 1966 - mit gerade einmal 24 Jahren. Unter dem Titel "Properties of Expanding Universes" (Merkmale sich ausdehnender Universen) untersuchte er Ideen über die Ursprünge des Universums, die in der Karriere des Wissenschaftlers eine Rolle spielten.

Auch ein Rollstuhl Hawkings, auf den er infolge seiner Nervenkrankheit Amyotropher Lateralsklerose (ALS) angewiesen war, soll versteigert werden. Sein Wert wird zwischen 11.000 und 17.000 Euro eingeschätzt. Die Erlöse aus den Versteigerungen sollen an Wohltätigkeitsorganisationen gehen.

Hawking war am 14. März im Alter von 76 Jahren in Cambridge gestorben. Er gilt als einer der bedeutendsten Physiker unserer Zeit.

Populär war Hawkings Bestseller "Eine kurze Geschichte der Zeit", in dem er einem nichtwissenschaftlichen Publikum die Natur des Universums erklärte. In der letzten Woche machte die posthume Veröffentlichung seines letzten Buchs "Brief Answers to the Big Questions" Schlagzeilen: Wissenschaft und Bildung seien stärker in Gefahr als je zuvor, hatte Hawking demnach kurz vor seinem Tod im März 2018 gewarnt. In diesem Zusammenhang sprach er auch über die Wahl von US-Präsident Donald Trump und die Entscheidung der Briten aus dem Jahr 2016, aus der Europäischen Union auszutreten. Es handele sich um "eine globale Revolte gegen Experten. Und das schließt Wissenschaftler ein".

sen/AP

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