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09. Juli 2001, 15:13 Uhr

Stierkampf

35 Verletzte bei Tribüneneinsturz

Die Lust am Stierkampf fordert weitere Opfer. Beim Einsturz einer Tribüne nahe der mittelspanischen Stadt Cuenca sind 35 Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer.

Cuenca/Pamplona - Wie die Polizei mitteilte, waren rund 3000 Besucher in der Arena, als am Vorabend zwei der Sitzreihen plötzlich nachgaben. Die Zuschauer stürzten etwa drei Meter in die Tiefe. Unter den Opfern ist auch ein fünfjähriges Kind. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren keine Stiere in dem Rund. Die Ursache des Unglücks ist noch ungeklärt. Die Arena in der Ortschaft Motilla del Palancar war erst vor drei Jahren renoviert worden.

Zahl der Verletzten in Pamplona steigt

Bei den traditionellen Stiertreiben in der nordspanischen Stadt Pamplona wurden am Montag zwei 19 und 22 Jahre alte Touristen aus den USA und Kanada durch Hornstöße verletzt, der erste von ihnen schwer. Die Profis unter den Läufern forderten unterdessen, die Regeln zu verschärfen und ungeübte Urlauber auszuschließen. Die oftmals leichtsinnigen Touristen gefährdeten nicht nur sich selbst, sondern auch die anderen Teilnehmer. Noch bis zum 14. Juli werden bei dem Fest zu Ehren des Schutzpatrons San Fermin jeden Morgen sechs Kampfstiere durch die engen Gassen der Altstadt gejagt.

Beim zweiten Stiertreiben am Sonntag waren bereits mehrere Menschen verletzt worden. Drei von ihnen mussten nach Angaben der Rettungskräfte in Krankenhäuser gebracht werden. Im Gegensatz zum Vortag wurde aber keiner der Teilnehmer durch Hornstöße verletzt. Auf dem glitschigen Kopfsteinpflaster in der Altstadt stürzten zahlreiche Läufer, und auch einige der Stiere gingen zu Boden. Die Hatz dauerte am Sonntag fast sechs Minuten und war damit doppelt so lang wie normal. Wegen des großen Andrangs war der Lauf besonders gefährlich.

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