Stiertreiben 30 kamen nicht durch

Jahr für Jahr acht Mal das gleiche Bild: Zu Ehren des San Fermin sind in Pamplona die Stiere los. Tausende hetzen mit ihnen durch die engen Gassen - mit mitunter blutigen Folgen.


Pamplona - Gleich beim ersten Stiertreiben der Saison sind am Mittwoch über 30 Menschen verletzt worden. Sechs Teilnehmer der traditionellen Stierhatz durch die Altstadt mußten im Krankenhaus behandelt werden. Nach Angaben der Rettungsdienste erlitt allerdings niemand schwere Blessuren. Das achttägige Fest findet alljährlich zu Ehren des Stadtheiligen San Fermin statt.

Immer wieder kommen in Pamplona die Läufer unter die Stiere
REUTERS

Immer wieder kommen in Pamplona die Läufer unter die Stiere

Dieses Jahr nahmen rund 2000 Menschen teil. Die meisten Läufer verletzten sich durch Stürze während des knapp vierminütigen Rennens, bei dem sechs Kampfstiere und mehrere Ochsen hinter den Läufern etwa 825 Meter durch die Gassen Pamplonas zur Stierkampfarena gejagt wurden. Die während des Festes vom 6. bis zum 14. Juli jeden Morgen stattfindenden Stierrennen werden im spanischen Fernsehen übertragen. Die Tiere werden bei den Stierkämpfen im Verlauf des Tages getötet.

Im vorigen Jahr waren bei den acht Stiertreiben insgesamt 239 Menschen verletzt worden. Dies war die glimpflichste Bilanz der vergangenen 14 Jahre. Seit 1924 kamen in Pamplona 13 Menschen durch die Stiere ums Leben.

Zu dem Jahrhunderte alten Fest reisen jährlich Zehntausende ausländischer Touristen. Weltbekannt wurde San Fermin durch den 1926 erschienenen Roman "Fiesta" von Ernest Hemingway.



© SPIEGEL ONLINE 1999
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.