Berühmtes Denkmal im Ruhrgebiet Stonehenge in Herne nachgebaut

Der berühmte Steinkreis Stonehenge ist in Herne nachgebaut worden. Besucher im dortigen Archäologiemuseum können ab September mehr über die Geschichte der geheimnisvollen Formation lernen.
Stonehenge-Ausstellung in Herne: Eintauchen in die Geschichte

Stonehenge-Ausstellung in Herne: Eintauchen in die Geschichte

Foto: Federico Gambarini / dpa

Für eine Ausstellung über das berühmte archäologische Denkmal Stonehenge ist in Herne eine detailgetreue Nachbildung des riesigen prähistorischen Steinkreises aufgebaut worden. Ab dem 23. September sollen Besucher im dortigen Archäologiemuseum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) ein Jahr lang nicht nur das riesige Monument erleben, sondern auch tief in seine Geschichte eintauchen.

Stonehenge sei in seiner Form einzigartig und bis heute ein Rätsel, sagt der LWL-Chefarchäologe Michael Rind. Auch wenn die Wissenschaft inzwischen viele technische Fakten über das Monument in England kenne, seien die Beweggründe, warum es gebaut wurde, letztlich nach wie vor nicht wirklich klar.

Kaum ein archäologischer Fundplatz der Welt ist so gut erforscht wie Stonehenge. Klar ist, dass der Steinkreis nicht einsam in der Landschaft stand. Die ganze Region hatte für die Menschen der Stein- und Bronzezeit offenbar eine herausragende Bedeutung. Über Jahrhunderte kamen sie dorthin und errichteten riesige Monumente – einige sind noch älter und größer als Stonehenge. Erst vor etwa einem Jahr haben Forscher ein bisher unbekanntes Monument entdeckt.

Wozu die Anlagen im Detail gedient haben, ist unklar. Auffällig ist jedoch, dass mehrere der Monumente auf kosmologische Besonderheiten wie die Sommer- und Wintersonnenwende ausgerichtet sind.

ptz/dpa
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