Straße von Malakka Piraten kapern Chemie-Tanker

Mit Panzerfäusten bewaffnete Piraten haben nach offiziellen Angaben in der Straße von Malakka zwischen Indonesien und Malaysia vorübergehend einen Tanker mit leicht brennbaren Chemikalien in ihre Gewalt gebracht. Experten warnen davor, dass Terroristen ein solches Schiff als schwimmende Bombe benutzen könnten.


Hamburg - Wie das Zentrum zur Bekämpfung von Piraterie mitteilte, weckte der Überfall am Wochenende zunächst die Befürchtung eines terroristischen Anschlags. "Es war das erste Mal seit langer Zeit, dass sie ein Schiff wie dieses unter ihre Kontrolle gebracht haben. Vielleicht das erste Mal seit mehreren Jahren", sagte ein Sprecher des Zentrums in Kuala Lumpur. Normalerweise kapern die Piraten lediglich kleinere Boote.

35 Piraten hatten den Tanker am Samstag in der viel befahrenen Schifffahrtsstraße gekapert. Sie nahmen den Kapitän und den Leitenden Ingenieur gefangen. Verhandlungen über eine Freilassung der beiden Männer gegen eine Lösegeldzahlung seien aufgenommen worden, sagte der Sprecher des Zentrums für Piraterie-Bekämpfung. Terrorismus-Experten schließen nicht aus, dass Attentäter versuchen könnten, einen Chemikalientanker zu kapern und als Bombe präpariert in einem Hafen in die Luft zu jagen.



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