Studie zu einem Klischee Die "verrückte Katzenfrau" gibt es nicht

Eine Frau sitzt allein mit ihren Katzen auf dem Sofa. Das Klischee der "crazy cat lady" ist bekannt, der Stereotyp existiert aber nicht - sagen kalifornische Wissenschaftler.

Dana Edelson/NBC/NBCU Photo Bank via Getty Images

Das Stereotyp der "crazy cat lady" ("verrückte Katzenfrau") kennen viele aus Filmen wie " Die Simpsons" oder Fernsehserien wie " How I Met Your Mother" und "The Office". Das Klischee der "crazy cat lady" wird in der Regel von einer durchgeknallten Frau bedient, die einsam ist und sich daher viele Katzen zulegt. Forscher der University of California haben mehr als 500 Haustierbesitzer analysiert und festgestellt: Den Stereotyp der verrückten Katzenfrau gibt es nicht.

Die Studie wurde in der Wissenschaftszeitschrift "Royal Society Open Science" veröffentlicht. Die Forscher führten ein Experiment durch, bei dem sie beobachteten, wie die Teilnehmer auf Hilferufe von Tieren, also Wimmern oder Jaulen, reagierten. Sie prüften zudem, inwiefern ein Zusammenhang besteht zwischen dem Halten eines Haustieres und der geistigen Gesundheit des Besitzers - und ob Haustierbesitzer soziale Probleme haben.

"Wir haben keine Beweise gefunden für den Stereotyp der Katzenfrau: Katzenbesitzer unterscheiden sich nicht von anderen Haustierhaltern", heißt es in der Studie. Menschen, die eine Katze als Haustier haben, seien weder häufiger depressiv noch fühlten sie sich besonders einsam.

Deutsche lieben Katzen

Obwohl der Stereotyp "crazy cat lady" damit widerlegt wäre, stimmt es dennoch, dass der typische Haustierhalter eine Frau ist und eine Katze hat - zumindest in Deutschland. Das Hamburger Marktforschungsinstitut Splendid Research hat dazu gerade eine Umfrage durchgeführt. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis: Jeder zweite Deutsche hat ein Haustier. 63 Prozent aller Frauen und 53 Prozent aller Männer in Deutschland sind Tierbesitzer.

Die Lieblingshaustiere der Deutschen sind Katzen. 55 Prozent der Haustierbesitzer haben eine Katze zu Hause. Auf Platz zwei liegen Hunde mit 49 Prozent, danach folgen Kleintiere wie Kaninchen und Meerschweinchen mit 13 Prozent. Bei der Umfrage war die Nennung mehrerer Haustiere pro Person möglich.

cmb

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