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03. September 2007, 19:03 Uhr

Studie

Warum Männer anders küssen

Wissenschaftler der Universität von New York waren einmal mehr dem kleinen Unterschied auf der Spur. Ihre auf empirischen Erkenntnissen beruhende Kuss-Studie beweist: Männer ticken - und küssen - anders als Frauen. Und umgekehrt.

London - "Obgleich beide Geschlechter wegen adaptiver Vorteile des Küssens partizipieren, haben wir geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich der Verfolgung von kurzfristigen Paarungsstrategien im Gegensatz zu langfristigen festgestellt."

So kann eigentlich nur ein Wissenschaftler reden, wenn es um eine der vergnüglichsten Nebenbeschäftigungen der Welt geht: Küssen.

Warum küssen Männer, warum küssen Frauen? Offensichtlich ist die Motivation für den Zärtlichkeitsaustausch von Lippe zu Lippe je nach Geschlecht unterschiedlich, berichtet die BBC. Die Universität von New York führte unter der Leitung des oben zitierten Dr. Gordon Gallup eine Befragung von 1000 Studenten durch und kam zu dem Ergebnis, dass Männer das Küssen nicht sonderlich schätzen, es aber tun, um die Wahrscheinlichkeit von Sex zu fördern.

Zudem erwiesen sich die befragten Männer als nicht wählerisch, wenn es darum geht, wen sie küssen oder mit wem sie Sex haben.

Frauen dagegen schätzen das Küssen als "vertrauensbildende Maßnahme" sowie als Gefühlsbarometer ihrer Partnerschaft. Die befragten Frauen meinten überdies - im Gegensatz zu den Männern - dass das Küssen in einer Beziehung "wichtig" sei.

Dagegen ist festzustellen: Je länger eine Beziehung andauert, desto unwichtiger wird den Männern das Küssen.

Auch hinsichtlich der bevorzugten Kusstechnik gab es deutliche Unterschiede: Die befragten Männer favorisierten "feuchte, die Zunge involvierende" Küsse, die Frauen mögen es dezenter.

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