Mindestens 42 Tote Mexiko im Griff des Doppelsturms

Gleich zwei Tropenstürme ziehen über Mexiko hinweg, mindestens 42 Menschen sind bei den Unwettern bereits ums Leben gekommen. Besonders stark betroffen ist der Touristenort Acapulco im Westen des Landes.

DPA

Mexiko-Stadt - Bei heftigen Unwettern sind in Mexiko mindestens 42 Menschen getötet worden. Im Bundesstaat Guerrero im Westen des Landes seien 15 Menschen gestorben, sagte der Leiter des Nationalen Zivilschutzes, Luis Puente. In Oaxaca an der Pazifikküste sowie in Hidalgo und Puebla im Landesinneren seien weitere sieben Menschen ums Leben gekommen.

Zu den am stärksten betroffenen Orten zählt die Touristenstadt Acapulco an der Pazifikküste. Dort sitzen aufgrund der schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten rund 40.000 Urlauber fest. In einigen Vierteln steht das Wasser bis zu drei Meter hoch. Tausende Einwohner mussten zum Teil mit Hubschraubern vor den Fluten gerettet werden, teilten die Rettungsdienste mit.

In Veracruz im Osten Mexikos wurden bei Erdrutschen insgesamt zwölf Menschen getötet, wie örtliche Medien übereinstimmend berichteten. Mehrere Häuser und ein Bus seien verschüttet worden, hieß es unter Berufung auf Landwirtschaftsminister Enrique Martínez.

Im ganzen Land mussten Tausende Menschen ihre Häuser verlassen und Schutz in Notunterkünften suchen. Allein in Veracruz hätten sich 23.000 Menschen in Sicherheit gebracht, teilte Gouverneur Javier Duarte mit. Am Dienstag sollen im ganzen Bundesstaat die Schulen geschlossen bleiben.

"Ingrid" im Nordosten, "Manuel" an der Pazifikküste

Am Montag war Hurrikan "Ingrid" im Bundesstaat Tamaulipas im Nordosten Mexikos auf Land getroffen. Bereits am Sonntag hatte Tropensturm "Manuel" in Colima die Pazifikküste erreicht. Die Unwetterfronten brachten starken Regen mit sich, zahlreiche Flüsse traten über die Ufer.

Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong nannte die Unwetter historisch. Fast das gesamte Staatsgebiet sei von den Stürmen betroffen. "Wir haben schwere Tage vor uns", sagte er.

In Guerrero waren nach Erdrutschen und Überschwemmungen zahlreiche Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten, wie die Zeitung "Novedades Acapulco" berichtete. Das Innenministerium erklärte für 49 Gemeinden den Notstand.

Hurrikan "Ingrid" wurde von Meteorologen zwar inzwischen zum Tropensturm herabgestuft. Als Tiefdruckgebiet wird sie aber dennoch weiter heftigen Regen bringen, hieß es in einer Prognose des Wetterdienstes. Auch "Manuel" wird demnach am Dienstag im Westen und im Zentrum des Landes noch für starke Niederschläge sorgen.

rls/dpa/AFP/Reuters



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