Orkanböen im Norden erwartet Wetterdienst warnt vor Sturmtief »Daniel«

Im Norden werden orkanartige Böen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 110 km/h erwartet: Tief »Daniel« bringt ungemütliches Wetter nach Deutschland. Auch eine leichte Sturmflut wird erwartet.
Sturm an der Ostseeküste (Symbolbild)

Sturm an der Ostseeküste (Symbolbild)

Foto: Jens Büttner / dpa

In Deutschland werden schwere Sturmböen erwartet. Der Deutsche Wetterdienst (DWD)  warnt vor dem Sturmtief »Daniel«, das den Norden am Mittwoch trifft. Es werde »von der Nordsee über Süddänemark zur Ostsee« ziehen, hieß es.

Im Verlauf des Tages werden demnach im Nordwesten Sturmböen der Windstärke neun erwartet. Abends und in der Nacht auf Donnerstag soll es dann vom Weser-Ems-Gebiet bis nach Sachsen-Anhalt und Brandenburg »ausgreifend schwere Sturmböen« der Windstärke zehn geben, vereinzelt sogar orkanartige Böen.

An der Nord- und Ostsee wird das Wetter in der Nacht noch ungemütlicher: Dort werden Orkanböen der Windstärke zwölf erwartet. Der Seewetterdienst in Hamburg warnte ebenfalls vor einem Sturm, ab Abend gebe es eine Unwettergefahr durch orkanartige Böen, die bis zu 110 Kilometer pro Stunde schnell werden können. Auf Helgoland können die Orkanböen noch stärker ausfallen.

»Es besteht die Gefahr von herabstürzenden Ästen. Auch lose Gegenstände können verweht werden. Vereinzelt können Bäume auch umstürzen«, erklärte DWD-Meteorologin Jacqueline Kernn.

Wind mit 150 km/h auf dem Brocken

Der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)  in Niedersachsen hatte bereits am Dienstag von der Gefahr einer leichten Sturmflut am Mittwochabend gesprochen.

Im Osten und Südwesten erwartet der DWD starke Böen. In den Bergen kann es Sturmböen bis Orkanböen geben. Auf dem Brocken hält der DWD am Mittwochabend »extreme Orkanböen um 150 km/h« für möglich.

Für das Bergland und Schleswig-Holstein geht der Deutsche Wetterdienst in der Nacht zu Donnerstag zudem von leichtem Frost aus. Dort sowie in Mecklenburg-Vorpommern droht zudem Glätte durch Neuschnee oder Schneematsch. Die Temperaturen sinken nachts auf fünf bis null Grad, im Bergland sowie im Norden bei klarem Himmel auf minus zwei Grad.

In Süddeutschland hatten Schnee, Eis und Sturm am Dienstag und in der Nacht zu Mittwoch Hunderte Unfälle zur Folge.

Wochenende »trüb und nass«

Am Donnerstag soll sich der Wind beruhigen. Im Süden und in der Mitte regnet es häufig, zum Nachmittag geht der Regen bis auf 300 Meter in Schnee über. Im Norden beginnt der Tag mit Schnee-, Schneeregen und Graupelschauern, auch kurze Gewitter sind möglich. Später lockern die Wolken hier auf. Die Temperaturen erreichen laut DWD im Norden vier Grad und in der Mitte maximal acht Grad. Im Süden und im Bergland ist es mit minus ein Grad kühler. Nachts schneit es an den Alpen.

Am Freitag ist es zunächst meist trocken, nur an den Küsten regnet oder schneit es. Nachmittags und abends ziehen im Nordwesten und Westen neue Regen- und Schneefälle herauf. Die Temperaturen liegen zwischen einem und sechs Grad, oberhalb von 500 Meter herrscht Dauerfrost. Zudem wird es im Westen und Norden wieder stürmisch. Die folgenden Tage sehen ähnlich aus: »Das Wochenende wird trüb und nass«, erklärte DWD-Meteorologin Kernn.

ptz/dpa
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