Sturmwarnung Hurrikan "Beta" gewinnt an Stärke

Das Wetterchaos in der Karibik nimmt kein Ende. Jetzt bedroht der Wirbelsturm "Beta" die Küste Nicaraguas. Kurz bevor er auf das Land trifft, nahm der Hurrikan noch mal an Stärke zu.

Managua - "Beta" erreichte nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums in Miami Spitzenböen bis zu 220 Stundenkilometer. Seine mittlere Windgeschwindigkeit lag bei 185 Kilometern pro Stunde. Am Vormittag wirbelte der Sturm nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia etwa 110 Kilometer südlich Stadt Puerto Cabezas. "Beta" bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 13 Kilometern pro Stunde auf die Küste zu. In Nicaragua und Honduras gingen bereits heftige Regenfälle nieder.

Insgesamt werden Regenmengen von 200 bis 400 Liter, stellenweise sogar 600 Liter pro Quadratmeter erwartet. Außerdem werde eine Sturmflut von drei bis sechs Metern Höhe an der Nordostküste von Nicaragua befürchtet, hieß es.

"Beta" hatte am Samstag plötzlich seine Richtung geändert und bedrohte Puerto Cabezas. Verteidigungsminister Avil Ramírez ordnete die sofortige Evakuierung der Stadt mit seinen 60.000 Einwohnern an. Allerdings fehlten Autos und Busse, um derart viele Menschen binnen Stunden aus der Stadt zu bringen.

Puerto Cabezas ist besonders anfällig für stürmische Winde, weil fast alle Häuser aus Holz gebaut sind. Die örtlichen Behörden riefen die Eigentümer fester Häuser auf, ihre Nachbarn aufzunehmen.

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