Sturz aus 47. Stock Fensterputzer aus dem Krankenhaus entlassen

Er stürzte aus dem 47. Stock und überlebt wie durch ein Wunder: Der schwer verunglückte Fensterputzer Alcides Moreno wurde nun nach 16 Operationen aus dem Krankenhaus in New York entlassen. Selbstständig nach Hause gehen kann er noch nicht - er muss erst wieder laufen lernen.

New York - Nach sechs Wochen im Krankenhaus ist der Fensterputzer, der in New Yorker einen Sturz aus dem 47. Stockwerk überlebt hat, entlassen worden. Jetzt muss Alcides Moreno eine langwierige Rehabilitation durchstehen, berichtete die "New York Times" in ihrer Samstagsausgabe. In etwa einem Jahr, so die Prognose der Ärzte, könnte sich der 37-jährige Ecuadorianer wieder ganz erholt haben. Bisher musste er 16 Operationen über sich ergehen lassen. "Es geht ihm gut. Alles kommt ganz langsam wieder zurück", sagte sein Schwager.

Der behandelnde Arzt sagte, sein Patient habe Glück gehabt, dass sich trotz der schweren inneren Verletzungen und Brüche keine Komplikationen ergeben haben. Deshalb könne er so früh entlassen werden. Das Schwierigste sei für Moreno jetzt, wieder laufen zu lernen. "Sobald wir grünes Licht von den Unfallchirurgen bekommen, werden wir sehen, ob er die Stärke hat aufzustehen und die ersten Schritte zu tun", sagte der Arzt.

Bei dem Arbeitsunfall am 7. Dezember hatte sich die Plattform an einem Apartmenthochhauses in Manhattan gelöst, auf der Moreno und sein jüngerer Bruder Edgar arbeiteten. Die beiden Männer, die nicht nur zusammen arbeiteten, sondern auch zusammen wohnten, wurden in die Tiefe gerissen. Morenos Bruder war auf der Stelle tot. Er selbst erlitt zahlreiche Knochenbrüche, Kopf- und innere Verletzungen.

"Ich habe schon öfter Leute aus Fenstern fallen sehen", sagte der Feuerwehrmann Seth Andrews damals der "New York Times". "Aber 47 Stockwerke? So etwas habe ich noch nicht gehört".

tno/dpa

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