Südafrika Behörden nach Massenausbruch von Krokodilen besorgt

»Ganz offensichtlich sind sie sehr, sehr gefährlich«: In Südafrika ist mehreren in Gefangenschaft lebenden Krokodilen die Flucht gelungen. Wie viele es sind, ist noch unklar.
Krokodil in Südafrika (Archivbild)

Krokodil in Südafrika (Archivbild)

Foto: Ann & Steve Toon / imago images / Nature Picture Library

Begegnungen mit einem Krokodil enden für den Menschen mitunter tödlich. Die Reptilien, die ihren Opfern zumeist in Flüssen auflauern und dann blitzschnell zuschlagen, zählen zu den gefährlichsten Tieren der Welt. Als besonders betroffene Region von Attacken gilt neben Australien und den USA auch Südafrika. Nun sorgt ein Massenausbruch zahlreicher Jungkrokodile in der Westkap-Provinz des Landes für Aufsehen. Die Bewohner sind besorgt, denn entlaufene Krokodile sind eine Seltenheit.

Eine unbekannte Anzahl der bis zu anderthalb Meter großen Reptilien waren in dem Ort Bonnievale, der rund 180 Kilometer von Kapstadt entfernt liegt, durch den Maschendrahtzaun einer Aufzuchtstation geschlüpft, sagte die Sprecherin der zuständigen Tierschutzbehörde Cape Nature, Petro van Rhyn, der Deutschen Presse-Agentur. Sie forderte Anwohner eindringlich dazu auf, dem nahen Breede-Fluss vorerst fernzubleiben. »Ganz offensichtlich sind sie sehr, sehr gefährlich – das sind Wildtiere, auch wenn sie in Gefangenschaft großgezogen wurden«, sagte die Sprecherin.

Entlaufene Krokodile sind eher selten

Die Behörden haben gemeinsam mit Anwohnern und Polizisten eine groß angelegte Suche nach den Jungtieren eingeleitet. Bisher wurden 27 Krokodile wieder eingefangen. Laut den Behörden handelt es sich um 1,20 Meter bis 1,50 Meter lange Tiere.

In Südafrika werden Anwohner immer mal wieder von Hinweisen auf streunende Affen, Leoparden oder Flusspferde aufgeschreckt. Entlaufene Krokodile sind jedoch eher selten.

Dass Krokodilen in Südafrika die Flucht gelingt, ist ebenfalls kein Einzelfall. 2015 waren rund 15.000 Exemplare aus der Farm Rakwena an der Grenze zu Botswana geflohen, berichtete unter anderem die BBC . Damals waren aber heftige Regenfälle der Grund: Der Eigentümer der Krokodilfarm soll die Tore der Zuchteinrichtung selbst geöffnet haben, um eine Überschwemmung zu verhindern.

bam/dpa

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