Krüger-Nationalpark Elefanten trampeln Wilderer zu Tode

Trotz Handelsverbots für Elfenbein werden jedes Jahr Zehntausende Elefanten wegen ihrer Stoßzähne getötet. In einem südafrikanischen Nationalpark hat ein Wilderer die Jagd nun mit seinem Leben bezahlt.
Afrikanischer Elefant im Krüger Nationalpark (Archivbild)

Afrikanischer Elefant im Krüger Nationalpark (Archivbild)

Foto: epa Jon Hrusa/ dpa

In Südafrikas berühmtem Krüger-Nationalpark ist ein mutmaßlicher Wilderer von Elefanten getötet worden. Der Mann und zwei Komplizen seien vor Parkwächtern geflohen und dabei auf eine Elefantenherde mit Jungen gestoßen, teilte die Nationalparkbehörde Sanparks am Sonntag mit. Die Elefanten hätten den Mann zu Tode getrampelt.

Einer der Komplizen wurde festgenommen, während der dritte Mann fliehen konnte, hieß es. Die Ranger konnten außerdem ein Gewehr, eine Axt sowie eine Tasche mit Vorräten bergen. Die Suche nach dem dritten Verdächtigen dauerte am Sonntagnachmittag an.

Trotz eines internationalen Handelsverbots mit Elfenbein werden jedes Jahr Zehntausende Afrikanische Elefanten wegen ihrer Stoßzähne getötet. Nach Angaben der Tierschutzorganisation IUCN gibt es auf dem Kontinent noch schätzungsweise 415.000 Elefanten.

Der Krüger-Park ist eine der wichtigsten Touristenattraktionen Südafrikas und zählt zu den größten Nationalparks in Afrika. Er ist etwa so groß wie das Bundesland Hessen und bekannt für die Vielzahl an wilden Tieren wie Elefanten, Löwen, Nashörner, Leoparden und Büffel. Zuletzt gab es im Jahr 2019 einen ähnlichen Vorfall, bei dem ein Wilderer von Elefanten niedergetrampelt und von Löwen gefressen wurde.

dpa/fla
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