Südafrika Dutzende Bauarbeiter nach Einsturz von Einkaufszentrum verschüttet

In Südafrika ist ein im Bau befindliches Einkaufszentrum eingestürzt. Bis zu 50 Arbeiter werden in den Trümmern vermutet, mindestens ein Mensch kam ums Leben. Behörden sollen vor einem Monat einen Baustopp verhängt haben.

Eingestürzter Rohbau in Tongaat: Rettungskräfte suchen nach Verschütteten
AFP

Eingestürzter Rohbau in Tongaat: Rettungskräfte suchen nach Verschütteten


Durban - Rettungskräfte vermuten bis zu 50 Arbeiter in den Trümmern eines Einkaufszentrums in Tongaat nahe Durban. Ein Teil des halb fertiggestellten Gebäudes war eingestürzt. Mindestens ein Mensch sei bei dem Unglück ums Leben gekommen, teilte die südafrikanische Polizei mit.

29 Menschen hätten bislang gerettet werden können, hieß es von Seiten der Rettungskräfte. Sie seien mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, sagte Chris Botha, ein Sprecher des Rettungsdienstes. Einige Verletzte befänden sich in kritischem Zustand. Der Tote ebenso wie die meisten Verletzten und Vermissten seien Bauarbeiter "Es wird ein langer Einsatz werden. Es wird lange dauern, bis wir alle da rausgeholt haben", sagte Botha der BBC. Tongaat liegt rund 40 Kilometer nördlich von Durban.

Vor einem Monat Bauverbot erlassen

Die Ursache für das Unglück ist noch nicht bekannt. Gegen 16.30 Uhr habe offenbar das Dach des Gebäudes plötzlich nachgegeben, tonnenschwere Betonstücke seien heruntergestürzt, berichteten Augenzeugen dem südafrikanischen Fernsehsender SABC.

Allerdings hatten die Behörden nach den Worten der Vizebürgermeisterin der Metropolgemeinde Thekwini, Nomvuzo Shabalala, erst vor einem Monat die Fortsetzung des Baus wegen angeblicher Verstöße gegen die Bauvorschriften verboten. Sie sei sehr überrascht gewesen, dass die Arbeiten offenbar dennoch fortgesetzt worden seien, sagte sie dem Nachrichtensender eNCA.

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Polizei und Rettungskräfte in den Trümmern nach Überlebenden suchten. Insgesamt waren den Angaben zufolge etwa hundert Einsatzkräfte vor Ort.

"Es ist wirklich entsetzlich, richtig schwere Teile sind auf die Arbeiter gestürzt", sagte Botha. Die Helfer würden sich mit hydraulischen Geräten zu den Eingeschlossenen vorarbeiten, erklärte der Sprecher. Laut Polizei kamen am Unglücksort auch Spürhunde zum Einsatz, um Überlebende zu orten.

wit/Reuters/AFP/AP/dpa



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