Erdrutsche, Überschwemmungen Stärkste Regenfälle seit Jahrzehnten in Seoul – mindestens neun Tote

Felder, Häuser, Straßen und U-Bahnstationen standen unter Wasser: Die Region um Südkoreas Hauptstadt ist von heftigen Regenfällen getroffen worden. Noch immer werden Menschen vermisst.
Beschädigtes Fahrzeug in Seoul: Heftige Regenfälle haben ihre Spuren hinterlassen

Beschädigtes Fahrzeug in Seoul: Heftige Regenfälle haben ihre Spuren hinterlassen

Foto: Ahn Young-joon / AP

In Südkorea sind bei Unwettern mit massiven Regenfällen und Überschwemmungen mindestens neun Menschen gestorben. Am stärksten betroffen waren die Millionenmetropole Seoul und die umliegende Region im nördlichen Landesteil. Hier wurden die stärksten Regenfälle seit Jahrzehnten registriert.

Bis zum Dienstagabend (Ortszeit) galten noch sechs Menschen als vermisst, wie südkoreanische Sender berichteten. Das Wetteramt kündigte weiteren starken Regen an.

Sperrungen von Fahrbahnen und U-Bahnstationen

Seit Montag trafen heftige Niederschläge die Hauptstadtregion und den Nordosten des Landes. In den betroffenen Städten und Landkreisen standen Felder, Häuser, Straßen und U-Bahnstationen unter Wasser. Zahlreiche Fahrbahnen und Stationen mussten vorübergehend gesperrt werden. Fernsehbilder zeigten von ihren Fahrern verlassene Autos und Busse, die noch am Dienstagmorgen in den südlichen Bezirken von Seoul zahlreiche Straßenzüge blockierten, nachdem dort die Wassermassen abgeflossen waren.

Im Hauptstadtbezirk Dongjak kam Berichten zufolge ein Angestellter der Stadt bei dem Versuch ums Leben, einen umgestürzten Baum zu beseitigen. Er sei vermutlich infolge eines Stromschlags gestorben. Außerdem wurde eine Leiche aus einer überfluteten Wohnung geborgen. Im Bezirk Gwanak ertranken drei Menschen aus einer Familie in ihrer Tiefparterrewohnung.

Starkregenwarnung auch für Nordkorea

In der Provinz Gyeonggi wurde eine Leiche unter den Trümmern einer eingestürzten Bushaltestelle geborgen. Weitere Personen wurden von Erdrutschen getötet. Präsident Yoon Suk-yeol wies die Behörden an, Menschen aus Gebieten in Sicherheit zu bringen, die am stärksten gefährdet seien.

Auch Nordkorea gab am Dienstag eine Starkregenwarnung heraus. Sie betrifft laut nordkoreanischen Rundfunkberichten die südlichen Landesteile. Berichte über Schäden in dem weithin abgeschotteten Land liegen bislang nicht vor.

bbr/dpa
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