Südostasien Dutzende Tote bei Beben in Burma

Mehr als 70 Menschen sind bei dem schweren Erdbeben an der Grenze zwischen Burma und Thailand ums Leben gekommen - das gab die Militärregierung in Rangun bekannt. Aus Angst vor weiteren Erschütterungen verbrachten viele Menschen die Nacht im Freien.

DPA/ World Vision Myanmar

Rangun/Bangkok - Die Erde bebte zweimal innerhalb von 30 Minuten, die Erschütterungen erreichten eine Stärke von 6,8: Mindestens 74 Menschen sind laut offiziellen Angaben bei dem schweren Erdbeben in Burma am Donnerstag ums Leben gekommen, mehr als 100 wurden verletzt. "Nach unseren Informationen aus der Region war die Stadt Tali am schlimmsten betroffen", sagte ein Regierungsbeamter des Militärregimes am Freitag in der Hafenstadt Rangun.

Die Region im Nordosten des Landes ist abgelegen, Informationen fließen nur spärlich. In Tali seien mindestens hundert Häuser eingestürzt oder beschädigt worden, sagte der Beamte. Die Stadt liegt etwa 25 Kilometer nördlich der Grenzstadt Tachileik zu Thailand. Viele Verletzte wurden nach Berichten von Augenzeugen in das Krankenhaus der Stadt gebracht.

Das Beben hatte die Grenzregion von Burma, Thailand und Laos erschüttert. In der Provinz Chiang Rai in Nordthailand wurde eine Frau von einer einstürzenden Mauer erschlagen, berichteten Lokalmedien. Der Gouverneur der Provinz sagte, auf der thailändischen Seite der Grenze seien Dutzende Menschen leicht verletzt worden.

Auch in der Stadt Chiang Mai war das Beben deutlich zu spüren, berichtete die Zeitung "Nation". Zahlreiche Touristen seien auf die Straße gelaufen und hätten nicht in die Hotels zurückkehren wollen. Menschen verbrachten die Nacht im Freien, die Notdienste wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

hut/dpa

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