Sumatra Deutscher stirbt bei Überschwemmungen

Bei schweren Überschwemmungen auf der indonesischen Insel Sumatra sind mindestens 67 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern ist auch ein Deutscher.


Rettungskräfte suchen in einem völlig zerstörten Haus nach Überlebenden. Bei Überschwemmungen im Norden Sumatras kamen mindestens 67 Menschen ums Leben
REUTERS

Rettungskräfte suchen in einem völlig zerstörten Haus nach Überlebenden. Bei Überschwemmungen im Norden Sumatras kamen mindestens 67 Menschen ums Leben

Jakarta/Bohorok - Das Unglück ereignete sich am Sonntagabend in Bohorok, einem vor allem bei Urlaubern aus dem Ausland beliebten Ort im Norden von Sumatra. Mehrere Hotels wurden von den Fluten weggespült. Urlauber, die dort wohnten, wollten ein Orang-Utan-Schutzgebiet im Nationalpark Leuser besuchen.

Vor der Sturzflut hatte es tagelang geregnet. "Alles ging so schnell. Die Flut kam gegen 21.30 Uhr und schwemmte alles in wenigen Minuten weg", sagte ein Augenzeuge. Das Ausmaß der Katastrophe wurde offenbar von den Abholzungen im Nationalpark noch vergrößert. Tausende Baumstämme seien von den Wassermassen ins Tal gerissen worden und hätten Gästehäuser am Fluss zertrümmert.

Das Reservat für Orang-Utans wird jedes Jahr von Tausenden Touristen besucht. Die meisten wohnen in Bohorok in günstigen Pensionen, die nahe am Fluss stehen. Abholzungen sind seit längerem ein Problem in Sumatra. Sie werden für zahlreiche Überschwemmungen und Erdrutsche verantwortlich gemacht.



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