Sumatra Fähre mit 240 Menschen an Bord gesunken

Schiffsunglück vor Sumatra: Bei starkem Seegang ist eine indonesische Personenfähre gekentert. Mehr als 240 Menschen waren an Bord, die Rettungsteams suchen nach Vermissten.


Jakarta - Der "Dumai Express" war von der Insel Batam auf dem Weg nach Pekanbaru in der Provinz Riau, als die Fähre in ein Unwetter geriet. Gegen 10 Uhr Ortszeit (4 Uhr MEZ) sei das Schiff nahe Singapur gekentert, teilte die Polizei mit.

Rettungsmannschaften versuchten, im Meer treibende Menschen zu bergen, sagte ein örtlicher Polizeivertreter der Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben der dpa konnten bislang 179 Menschen gerettet werden. Rund 60 Menschen werden noch vermisst, es ist zu befürchten, dass sie ertrunken sind. Die Fähre hatte laut der offiziellen Liste 213 Passagiere und 13 Besatzungsmitglieder an Bord, sei aber nicht überfüllt gewesen, sagte ein Sprecher.

Eine zweite Fähre mit 278 Menschen an Bord sei ebenfalls von hohen Wellen getroffen worden und auf Grund gelaufen, berichtete die Polizei. Alle Passagiere und die Besatzung hätten dieses Unglück überlebt.

Bis zu 335 Menschen starben, als eine Fähre im Januar in rauer See vor der Insel Sulawesi kenterte. Im Dezember 2006 kamen bei einem Fährunglück vor der Küste Javas mehr als 500 Menschen ums Leben.

jul/AFP



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