Superjet-Absturz in Indonesien Suchtrupps finden Flugdatenschreiber

Von seiner Auswertung erhoffen sich die Ermittler Aufschluss über die Unglücksursache: Suchmannschaften haben den Flugdatenschreiber des russischen Superjets gefunden, der Anfang Mai in Indonesien abgestürzt war.

Flugdatenschreiber des russischen Superjets: Das Gerät scheint intakt zu sein
AP

Flugdatenschreiber des russischen Superjets: Das Gerät scheint intakt zu sein


Jakarta - Der Flugdatenschreiber lag in unwegsamem Gelände. Indonesische Suchtrupps haben das Aufzeichnungsgerät des russischen Flugzeugs gefunden, das Anfang Mai mit 45 Menschen an Bord bei Jakarta abgestürzt war. Der Flugdatenschreiber sei am Mittwochabend in der Nähe der Absturzstelle am Hang eines Vulkans entdeckt worden, sagte der Chef der Suchaktion, Ketut Parwa, am Donnerstag. Das Gerät scheine intakt zu sein, so Parwa. Von der Auswertung erhoffen sich die Experten Aufschluss über die Absturzursache.

Das neue Suchoi-Flugzeug vom Typ Superjet 100 war auf einem Demonstrationsflug für potentielle Kunden, als es am 9. Mai vom Radar verschwand. Der Pilot hatte kurz zuvor über Funk darum gebeten, die zugewiesene Flughöhe verlassen zu dürfen. Möglicherweise war der Pilot ein riskantes Manöver geflogen, um den Passagieren etwas zu bieten.

Die Wrackteile wurden erst einen Tag später gefunden. Das Flugzeug war an dem Vulkan zerschellt. Die Absturzursache blieb bislang im Dunkeln. Der Recorder, der die Unterhaltungen im Cockpit aufzeichnet, wurde bereits vor zwei Wochen geborgen. Die Ermittler haben aber bislang keine Angaben zur Auswertung gemacht.

Der Absturz traf ein russisches Prestigeobjekt. Der Superjet 100 ist das erste Passagierflugzeug, das seit dem Zerfall der Sowjetunion in Russland entwickelt wurde und sollte anderen Mittelstreckenanbietern wie Bombardier (Kanada) und Embraer (Brasilien) Konkurrenz machen.

wit/dpa/AFP

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