Tadschikistan Entführte deutsche Entwicklungshelfer wieder frei

Nach zweitägiger Geiselhaft sind in Tadschikistan alle elf Mitarbeiter der Deutschen Welthungerhilfe wieder auf freiem Fuß. Sie seien gesund und wohlauf, bestätigte das Auswärtige Amt in Berlin.


Der tadschikische Außenminister Talbak Nasarow habe dem deutschen Botschafter in Duschanbe, Wolfgang Neuen, die Freilassung der Geiseln bestätigt, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin am Sonntagmorgen. Der Botschafter habe mit einem Freigelassenen gesprochen. Alle Freigelassenen seien wohlauf.

Auch vier verschleppte Beamte des tadschikischen Geheimdienstes seien am Sonntagmorgen freigekommen, sagten hieß es in der Hauptstadt Duschanbe. Einzelheiten der Befreiung wurden nicht genannt.

Mitglieder der früheren islamischen Opposition in Tadschikistan hatten die Katastrophenhelfer am Freitag im Kreis Tawil-Dara, etwa 180 Kilometer östlich von Duschanbe, verschleppt. Sie wollten damit die Freilassung inhaftierter Gesinnungsgenossen erzwingen. Zu den entführten Mitarbeitern der Welthungerhilfe zählten auch zwei Deutsche aus Bonn und Hessen sowie ein Amerikaner. Die Freigelassenen seien bereits auf dem Weg nach Duschanbe, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes.



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