Taiwan Mehr als 700 Überlebende in verschütteten Dörfern entdeckt

Gute Nachrichten aus Taiwan: Nach dem Durchzug des Taifuns Morakot ist die Zahl der Toten möglicherweise geringer als befürchtet. In einigen von Erdrutschen zerstörten Dörfern haben Rettungskräfte dem Militär zufolge mehr als 700 Überlebende entdeckt.


Taipeh - Rettungsteams des taiwanesischen Militärs haben die Vermissten in einer entlegenen Bergregion im Süden Taiwans gefunden. Die Bewohner von vier Dörfern hätten sich auf höher gelegenes Gelände gerettet, ehe die Schlamm- und Geröllmassen ihre Häuser begraben hätten, sagte ein an den Rettungsarbeiten beteiligter Armeeangehöriger am Mittwoch. Die Vermissten seien mit Satellitentelefonen ausfindig gemacht worden.

Die Rettungsmannschaften hätten den Dorfbewohnern Nahrungsmittel und Trinkwasser gebracht. "Wir müssen sie nicht retten. Wir müssen ihnen nur Lebensmittel schicken", so der Armeevertreter. Viele Menschen würden jedoch immer noch vermisst, die Rettungsarbeiten gingen weiter.

Der Taifun Morakot hatte am Wochenende den Süden der Insel Taiwan heimgesucht und dabei die schwersten Überschwemmungen seit 50 Jahren ausgelöst. Zahlreiche Menschen starben.

Nach dem Durchzug des Taifuns war eine gigantische Schlammlawine auf einige Dörfer niedergegangen. Es war befürchtet worden, dass Hunderte von Dorfbewohnern bei dem Erdrutsch verschüttet worden seien.

Morakot und der Tropensturm Etau haben in den vergangenen Tagen mehr als 100 Menschen in Asien das Leben gekostet, rund 60 davon alleine in Taiwan.

siu/dpa/Reuters/AFP



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