"Mitag" Taifun wütet in Taiwan - mehrere Verletzte bei Brückeneinsturz

Etwa ein Dutzend Menschen wurden verletzt, mehrere gelten als vermisst: In Taiwan ist eine Brücke kollabiert - kurz nachdem ein tropischer Wirbelsturm in dem Inselstaat gewütet hatte.

Eingestürzte Brücke im Fischereihafen Nanfangao in Suao: Kompletter Kollaps
Sam YEH / AFP

Eingestürzte Brücke im Fischereihafen Nanfangao in Suao: Kompletter Kollaps


Im Osten Taiwans sind mehrere Menschen beim Einsturz einer Brücke verletzt worden. Ein Öltanklaster, der das etwa 20 Jahre alte Bauwerk überquerte, stürzte der Feuerwehr zufolge kurz vor Erreichen der anderen Seite zu Boden. Tags zuvor war der Taifun "Mitag" mit heftigen Böen und Regenfällen über die Pazifikinsel gezogen und hatte vielerorts Schäden hinterlassen.

Betroffen war auch der Landkreis Yilan mit der Brücke im Fischereihafen von Nanfangao. Ob der tropische Wirbelsturm den Einsturz auslöste, ist der Behörde zufolge noch unklar. Der Fahrer des Lasters sei aus dem brennenden Fahrzeug gerettet und mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Behörde mit. Zehn Menschen seien zudem aus dem Wasser gerettet worden.

Mehrere Fischerboote wurden beschädigt, mindestens fünf Insassen werden vermisst. Über Todesopfer gibt es bislang keine Berichte. Augenzeugen zufolge war die Brücke plötzlich eingestürzt - "wie ein freifallender Gegenstand", sagte ein Einwohner dem Lokalsender SET TV. Zum Zeitpunkt des Brückeneinsturzes sei der tropische Wirbelsturm bereits abgezogen, das Wetter sonnig gewesen.

Seit "Mitag" Taiwan am Montag erreichte, sind mindestens zwölf Einwohner des Inselstaats verletzt worden - laut der Katastrophenschutzbehörde meist durch herabstürzende Gegenstände oder weil sie wegen heftiger Böen von ihren Motorrollern gestürzt waren.

In mehr als 65.000 Haushalten fiel der Strom aus. Fast 5000 Einwohner in flutgefährdeten Gebieten der Insel mussten vorübergehend ihre Häuser verlassen. Laut Taiwans Wetterdienst schwächt sich "Mitag" allmählich ab und zieht weiter Richtung Südkorea.

mxw/dpa



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