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Tati Gabrielle Endlich gut

aus DER SPIEGEL 9/2022
Foto:

Tony Lowe / ZUMA Wire / IMAGO

Kein Engagement zu bekommen ist schlimm für eine Schauspielerin, aber immer die gleiche Art von Rolle angeboten zu bekommen auch nicht viel besser. Auf einen bestimmten Typ festgelegt zu sein bedeutet künstlerischen Frust und Gift für die Karriere. Um das zu vermeiden, zieht Tati Gabrielle, 26, jetzt die Notbremse. Die ame­rikanische Schauspielerin ist bekannt aus Science-Fiction- und Horrorserien, in dem neuen Abenteuerfilm »Uncharted« spielt sie an der Seite von Antonio Banderas – und wieder steht sie auf der Seite der Bösen. Nun sagte sie dem »Hollywood Reporter«, sie wolle »wahrscheinlich bis auf Weiteres« keine fiesen Frauen mehr darstellen. Mit der vorsich­tigen Formulierung will sie sich vielleicht ein Hintertürchen offenhalten. Im Übrigen sei sie überzeugt, dass Schurkinnen in Film und Fernsehen notwendig seien, sagte sie noch, um zu zeigen, wie mächtig Frauen sein können. Allerdings würden die weiblichen Fieslinge oft als unsympathischer als ihre männlichen Pendants wahrgenommen, glaubt sie. Alles in allem sei es aber ein großer Spaß, einen richtig schlimmen Bösewicht darzustellen, früher oder später wolle das jeder Schauspieler: versuchen, das Publikum dazu zu bringen, einen zu hassen. Dass sie die Rolle der Frau mit dem miesen Charakter so häufig spielen würde, hätte sie nie gedacht. Jetzt aber will sie offenbar etwas Neues versuchen und beweisen, wie vielfältig ihre Talente sind.

KS
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