»Sie schreibt ihre Songs nicht selbst« Taylor Swift wehrt sich gegen britischen Musiker

Der britische Musiker Damon Albarn hat in einem Interview gegen Taylor Swift gestänkert. Die Sängerin wehrte sich öffentlich, bekam viel Unterstützung – und nun eine Entschuldigung der Britpop-Legende.
Swift bei einem Auftritt im vergangenen Oktober: »Ich schreibe ALLE meine eigenen Songs«

Swift bei einem Auftritt im vergangenen Oktober: »Ich schreibe ALLE meine eigenen Songs«

Foto: Gaelen Morse / REUTERS

Damon Albarn, Frontmann von Blur und Kopf der virtuellen Band Gorillaz, hat der »Los Angeles Times« ein Interview gegeben. So weit, so unspektakulär. Der Sänger hat vor wenigen Wochen ein neues Soloalbum veröffentlicht, am Montagabend gab er diese und ältere Songs bei einem Konzert zum Besten. Pünktlich dazu traf er sich also mit der Zeitung, um über seine Arbeit zu sprechen.

Dabei erwähnte der Musikjournalist Mikael Wood unter anderem, dass Taylor Swift eine »herausragende Songschreiberin« sei. Woraufhin Albarn erwiderte: »Sie schreibt ihre Songs nicht selbst.«

Damon Albarn bei einem Auftritt 2016 in Glastonbury

Damon Albarn bei einem Auftritt 2016 in Glastonbury

Foto: Ian Gavan/ Getty Images

Wood widersprach und betonte, dass Swift bei einigen ihrer Songs als Co-Schreiberin fungiere. »Das zählt nicht«, sagte Albarn dazu. Es gebe einen großen Unterschied zwischen einem Songschreiber und einem Co-Songschreiber. Dann erzählte er noch, dass er die Musik von Billie Eilish und ihrem Bruder deutlich besser finde als die von Swift. »Es ist einfach düsterer, weniger endlos-optimistisch.«

So reagiert Taylor Swift

Das Interview erschien am Sonntag  und sorgt nun für einiges Aufsehen – vor allem auch, weil die Botschaft inzwischen bei Swift selbst angekommen ist. Sie wandte sich am Montag via Twitter direkt an Albarn. »Ich war so ein großer Fan von dir, bis ich das hier gesehen habe«, schrieb sie  und verwies dabei auf das Interview in der »Los Angeles Times«. »Ich schreibe ALLE meine eigenen Songs.«

Albarns Aussagen seien komplett falsch und rufschädigend. »Du musst meine Songs nicht mögen, aber es ist wirklich beschissen zu versuchen, mein Schreiben zu diskreditieren.« Im Original benutzt Swift die Worte »it's really fucked up«.

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In einem weiteren Tweet  ergänzt Swift dann noch: »PS: Falls du dich wunderst – ich habe diesen Tweet selbst verfasst.« Binnen wenigen Stunden wurden beide Tweets mit jeweils fast 500.000 »Gefällt mir«-Angaben versehen.

Mehrere der Personen, die schon mit Swift gearbeitet habe, unterstützten die Sängerin. Albarns Aussagen »könnten nicht unwahrer sein«, erklärte  beispielsweise Produzent und Songschreiber Aaron Dessner. Albarn habe offensichtlich keinerlei Ahnung von Swifts Arbeitsweise. Produzent und Songschreiber Nathan Chapman twitterte , Swift schreibe zu einer Million Prozent ihre eigenen Songs, »und sie ist eine der besten Songschreiberinnen unserer Zeit«. Und Jack Antonoff, der schon seit 2013 mit Swift arbeitet, schrieb, Albarn sei noch nie in seinem Studio gewesen, »aber anscheinend weiß er mehr als wir anderen über all die Songs, die Taylor schreibt und einbringt«.

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Swift bekam nicht nur viel Unterstützung – sondern kurz nach ihren Tweets auch eine Antwort von Albarn. Der Sänger entschuldigte sich »vorbehaltlos und bedingungslos«. Er habe ein Gespräch über das Songschreiben geführt, schrieb er  – »und traurigerweise wurde es auf Clickbait reduziert«. Swifts Fähigkeiten als Songschreiberin zu diskreditieren sei das Letzte, was er wolle.

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Albarn ist einer der einflussreichsten britischen Popmusiker. Als Sänger der Band Blur wurde er in den Neunzigern zum Britpop-Star, 1998 gründete er zusammen mit dem Zeichner Jamie Hewlett das Projekt Gorillaz, das Pop mit Elektronica, Hip-Hop und Reggae mischt und durch Comic-Avatare repräsentiert wird. Albarn ist außerdem als Solokünstler aktiv.

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