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28. März 2014, 18:54 Uhr

Besuch beim Papst

Tebartz-van Elst gibt sich bußfertig

"Ich habe Fehler gemacht": Nach einer Audienz beim Papst äußert sich der geschasste Limburger Bischof selbstkritisch. Tebartz-van Elst hofft auf einen Neubeginn.

Limburg/Rom - Nach einer kurzen Audienz beim Papst zeigt sich der frühere Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst reumütig. Zwei Tage nach seinem Rücktritt hat er eine Erklärung abgegeben: "Mit dem Wissen von heute erkenne ich, dass ich Fehler gemacht habe. Auch wenn sie niemals aus Absicht entstanden, haben sie Vertrauen zerstört." (Lesen Sie hier die Stellungnahme im Wortlaut)

Der 54-Jährige hatte Papst Franziskus am Freitag in Rom getroffen - zwei Tage nachdem dieser dessen Amtsverzicht akzeptiert hatte. In dieser Entscheidung sehe er die Chance für einen Neubeginn, für das Bistum Limburg und auch für ihn selbst, heißt es weiter in der Erklärung von Tebartz-van Elst.

Zu gegebener Zeit solle der Bischof mit einer neuen Aufgabe betraut werden, erklärte der Heilige Stuhl seinerseits in einer Mitteilung. Dies habe Franziskus ihm gegenüber auch bei der "herzlichen, brüderlichen Begegnung" gesagt, bestätigte Tebartz-van Elst.

Der Bischof bat auch darum, seine Äußerungen zum Prüfbericht über die Kostenexplosion am neuen Limburger Bischofssitz nicht als Anfang einer neuen Debatte zu betrachten, sondern als Zäsur. Er hatte Teile des Berichts der Expertenkommission als unwahr bezeichnet und seinen früheren Generalvikar Franz Kaspar für einen wesentlichen Teil der Kostenexplosion verantwortlich gemacht.

gam/dpa

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