Terror-Ermittlungen US-Anklage gegen sechs mutmaßliche al-Qaida-Kämpfer


Buffalo - Sechs Terrorverdächtige sind am Montag in Buffalo im US-Staat New York wegen der Unterstützung des internationalen Terrorismus angeklagt worden. Die Männer sollen eine Ausbildung in den Lagern des al-Qaida-Netzwerks von Osama Bin Laden in Afghanistan erhalten haben, wie die Justizbehörden mitteilten.

Bei den Angeklagten handelt es sich um sechs US-Bürger jemenitischer Herkunft. Die Männer waren wenige Tage nach dem Jahrestag der Terroranschläge in New York und Washington gefasst worden.

Von einem Vorort Buffalos aus hätten die Männer Terroristen materiell unterstützt, teilten die Behörden mit. Bei einer Verurteilung drohen den Männern 15 Jahre Haft. Ein Gesetz aus dem Jahr 1996 verbietet es, terroristische Organisationen mit Geld, Waffen oder auf andere Weise zu unterstützen. Die Staatsanwaltschaft räumte ein, dass es keine Beweise für eine direkte Bedrohung durch die Gruppe gebe. Die Männer hätten jedoch auf Anweisungen der al-Qaida gewartet, um einen Terroranschlag in den Vereinigten Staaten zu verüben.

Im Frühjahr 2001 waren die sechs Männer nach Pakistan gereist, nach eigenen Angaben zu religiösen Studien. Die Staatsanwaltschaft behauptete dagegen, sie hätten in Afghanistan eine militärische Ausbildung erhalten. In einem Lager nahe Kandahar seien sie auf Bin Laden getroffen, der einen Kampf gegen die Amerikaner angekündigt habe.



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