Unfall mit zwei Toten Tesla-Chef Musk: Autopilot war bei Crash ausgeschaltet

Elon Musk hat sich zu dem fatalen Unfall mit zwei Toten in Texas geäußert. Das Assistenzsystem des Autos soll ausgeschaltet gewesen sein – wie es zu dem Crash kommen konnte, erklärte Musk nicht.
Tesla-Chef Elon Musk: Assistenzsystem nicht eingeschaltet

Tesla-Chef Elon Musk: Assistenzsystem nicht eingeschaltet

Foto: ALEXANDER BECHER/EPA-EFE/Shutterstock

Die erste Reaktion des Autobauers Tesla auf einen Unfall mit zwei Toten hätte man sich anders vorgestellt – doch Firmenchef Elon Musk hält sich wie so oft nicht an Konventionen. Auf Twitter reagierte Musk erstmals auf den Crash, bei dem zwei Männer am Montag ums Leben kamen. Den Toten widmete er allerdings kein Wort. Stattdessen war ihm wichtig zu betonen, dass sein Unternehmen nach seiner Einschätzung keine Schuld an dem Unfall trug.

Nach ersten Erkenntnissen sei das Auto mit ausgeschaltetem Autopilot-Assistenzsystem unterwegs gewesen. »Bisher verfügbare Datenaufzeichnungen zeigen, dass der Autopilot nicht aktiviert war«, schrieb Musk in der Nacht zum Dienstag. Musk verwies in seinem Tweet auch darauf, dass auf der Straße die Spurmarkierung gefehlt habe, ohne die sich die Standardausführung des Autopilot-Systems nicht aktivieren lasse, und behauptete, dass ein Twitter-Nutzer den Hergang des Unfalls besser recherchiert habe als Journalisten vom »Wall Street Journal«.

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Der Crash, bei dem der Tesla mit den beiden Insassen gegen einen Baum prallte, wird mit Musks Tweet nun noch ein Stück mysteriöser. Denn die Polizei war nach vorläufigen Ermittlungen zu »fast 99,9 Prozent sicher«, dass bei dem Unfall niemand am Steuer saß, wie ein Sprecher unter anderem dem »Wall Street Journal« sagte. Die Polizei fand einen der Männer auf dem Beifahrersitz und einen auf der Rückbank. Das Auto brannte aus.

Fahrer soll jederzeit Hände am Lenkrad behalten

Unfallermittler der US-Behörde NTSB, die unter anderem bei Flugzeugabstürzen aktiv wird, reisten am Montag für Untersuchungen an den Unglücksort. Der Crash löste sofort neue Diskussionen über Teslas Sicherheitsvorkehrungen bei dem Autopilot-System aus. Im Internet tauchten in der Vergangenheit immer wieder Videos auf, in denen zu sehen ist, wie Fahrer im Straßenverkehr ihren Sitz verlassen.

Die Polizei hatte von Anfang an eingeräumt, es sei noch unklar, ob das Assistenzsystem zum Zeitpunkt des Unfalls eingeschaltet gewesen sei. Tesla sollte die Daten haben, um das mit Sicherheit sagen zu können – bei früheren Unfällen konnte das Unternehmen etwa auch genau angeben, wie viele Sekunden vor dem Aufprall das Lenkrad zuletzt bewegt worden sei.

Tesla weist die Kunden selbst darauf hin, dass der Autopilot nur ein Assistenzsystem sei und deshalb der Mensch im Fahrersitz jederzeit die Hände am Lenkrad behalten müsse. Auch solle er stets bereit sein, die Kontrolle zu übernehmen. Tesla verschärfte vor einigen Jahren die Sicherheitsmaßnahmen: Die Software merkt, wenn der Fahrer die Hände nicht am Steuer hat und gibt nach kurzer Zeit Warntöne ab.

lmd/dpa
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