US-Bundesstaat Texas Tochter musste wochenlang neben verwesender Leiche ihres Vaters leben

Eine Frau in den USA hat den Tod des Vaters ihres Kindes verschwiegen. Sie fürchtete, sonst aus ihrer Wohnung ausziehen zu müssen. Doch die Nachbarn wurden wegen des Gestanks und einer Menge von Fliegen aufmerksam.
Absperrband in den USA (Symbolbild)

Absperrband in den USA (Symbolbild)

Foto: Michael Reynolds/ dpa

Die Polizei in Texas hat eine Frau in Gewahrsam genommen, die ihre elfjährige Tochter wochenlang gezwungen hatte, mit der Leiche ihres Vaters zu leben. Sie erklärte den Polizisten, sie habe den Tod des Kindsvaters nicht gemeldet, da sie befürchtet habe, aus der Wohnung geworfen zu werden – denn eigentlich hätte sich der Mann dort nicht aufhalten dürfen.

US-Medienberichten  zufolge lebten Mutter und Tochter drei oder vier Wochen lang mit der verwesenden Leiche des Mannes in dem abgeschiedenen Dorf Electra. Nachbarn informierten schließlich den örtlichen Polizeichef Terry Wooten über den Gestank und Unmengen von Fliegen, die aus einem offenen Fenster der Wohnung drangen.

Nach vergeblichem Klopfen verschafften sich die Beamten schließlich gewaltsam Zugang zu der Wohnung. Dort stießen sie im Flur auf die mit Müllsäcken bedeckte Leiche des Mannes.

Die Polizei bezeichnete die Wohnung als »unbewohnbar«. Sie war demnach völlig zugemüllt und hatte kein fließendes Wasser. Das Mädchen musste ins Krankenhaus gebracht werden, weil es von Insektenstichen übersät war, von denen sich mehrere entzündet hatten.

Gegen die Frau wurde Haftbefehl unter anderem wegen Kindeswohlgefährdung und Fälschung von Beweisen erlassen. Ihre Tochter wird von der Kinderschutzbehörde betreut.

cop/AFP