Thailand 40 tote Tigerbabys in umstrittenem Tempel gefunden

Die thailändische Naturschutzbehörde holt knapp 140 Tiger aus einem buddhistischen Tempel. Bei der Aktion gab es nun einen grausigen Fund: Dutzende tote Baby-Raubkatzen in einer Kühltruhe.

Getty Images

In Thailands umstrittenem Tiger-Tempel Luangta Maha Bua sind Behörden zufolge 40 tote Tigerbabys gefunden worden. Auch ein toter Bär sowie die Hörner verschiedener Tiere seien in einer Futter-Kühltruhe sichergestellt worden, sagte der stellvertretende Leiter der Naturschutzbehörde, Adisorn Nuchdamrong: "Der Tempel hat diese toten Jungtiere niemals registrieren lassen, sie sind illegal."

Die buddhistische Anlage in Kanchanaburi, 120 Kilometer westlich von Bangkok, war bisher bei Touristen beliebt, die sich mit den 137 dort lebenden Tigern gern fotografieren ließen. Anfang der Woche hatte die Naturschutzbehörde begonnen, die Tiere abzutransportieren, um sie in staatliche Zuchtprogramme zu überführen, da der Tempel keine Genehmigung für die Haltung habe. Die Aktion soll bis Ende der Woche abgeschlossen sein.

Naturschützer sehen den Fund als Beleg für ihre Vermutung, dass die Einrichtung illegal die Zucht und den Handel mit bedrohten Tierarten betrieben hat. "Diese Tiere wurden gezüchtet und versteckt. Ich glaube, dass sie hier gelagert wurden, um in Teilen auf dem Schwarzmarkt verkauft zu werden", sagte der Leiter der "Wildlife Friends Foundation of Thailand", Edwin Wiek.

Dem Beginn des Abtransports war ein jahrelanger Streit vorausgegangen. Ende April hatte der Tempel eine Genehmigung für Zoobetrieb auf seinem Land erhalten. Ein Sprecher der Naturschutzbehörde sagte jedoch, dies habe keinen Einfluss auf die Entscheidung gehabt, die Tiger wegzubringen.

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Thailand: Das Ende des Tiger-Tempels

wit/dpa



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