Thailand Elefantengruppe will Kalb retten und ertrinkt

In einem thailändischen Nationalpark sind sechs Elefanten in einem Wasserfall ums Leben gekommen. Die Tiere hatten offenbar versucht, ein in die Tiefe gestürztes Junges aus den Fluten zu befreien.

DNP HANDOUT/EPA-EFE/REX

Der Wasserfall im Khao-Yai-Nationalpark in Thailand wird ist dafür bekannt, besonders steil und hoch zu sein - aus diesem Grund bekam er dem Namen "Abgrund der Hölle". Doch seine Schroffheit wurde nun einer Elefantenherde zum Verhängnis: Sechs Elefanten stürzten dort in die Tiefe und ertranken, wie die britische BBC und die thailändische Zeitung "The Nation" berichteten.

Parkranger hatten "The Nation" zufolge zunächst ein ungefähr drei Jahre altes Elefantenkalb entdeckt, das ertrunken im Wasserfall gelegen habe.

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Elefanten in Thailand: Tod im "Abgrund der Hölle"

Nicht weit davon entfernt hätten zwei erwachsene, extrem entkräftet wirkende Elefanten verzweifelt versucht, im strömenden Wasser voranzukommen, wohl um ihr Junges zu retten. Zur Rettung der beiden Elefanten warfen die Wildhüter den Tieren laut der Parkverwaltung energiereiche Nahrung zu, um sie zu stärken, damit sie den Abhang zurück in den Wald hochklettern konnten.

Nach ihrer Rettung hätten die beiden Elefanten zutiefst verstört gewirkt. Der Leiter des Parks, Khanchit Srinoppawan, sagte der BBC, die Tiere würden weiter beobachtet.

Bei der anschließenden Suche fanden die Parkaufseher fünf weitere ertrunkene Elefanten. Der Abschnitt des Parks sei für Touristen geschlossen worden, sagte der Tier- und Pflanzenschutzchef des Parks, Thanya Netithamkul, "The Nation" zufolge.

Der Wasserfall gilt laut der Zeitung als Touristenattraktion, da hier häufig wilde Elefanten gesichtet werden können. Doch schon des Öfteren stürzten hier Elefanten und andere Tiere in den Tod. Der Park liegt knapp 140 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bangkok.

Elefanten werden in Thailand traditionell verehrt. Ihr Lebensraum schrumpft jedoch durch Abholzung. Derzeit leben in dem südostasiatischen Land nur noch einige Tausend Elefanten in freier Wildbahn.

kko/dpa/AFP



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