"The Sun" Sorry, Sophie

Nachdem das britische Massenblatt "Sun" am Mittwoch genüßlich die nackte Brust von Sophie Rhys-Jones, der künftigen Gemahlin von Prinz Andrew, inspiziert hatte, druckte das Blatt am Donnerstag eine halbgare Entschuldigung. Neben der Königsfamilie hatte auch Premier Blair gegen die Bloßstellung der Prinzenbrautbrust protestiert.


London - Mit einer ganzseitigen Entschuldigung ist die britische Boulevardzeitung "The Sun" am Donnerstag erschienen. Das Massenblatt bedauerte die Veröffentlichung eines Oben-ohne-Bildes von Sophie Rhys-Jones (34), der künftigen Frau von Prinz Edward.

"Wir hatten niemals beabsichtigt, die bevorstehende Heirat mit Prinz Edward zu verderben", schrieb die "Sun", die zehn Millionen Leser hat, in ihrer Entschuldigung. "Wir dachten, daß wir ein freches, aber harmloses Foto von Sophie Rhys-Jones gedruckt haben. Wir dachten, es zeigt die lebensfrohe Seite einer Frau, die frischen Wind ins Königshaus bringt. Wir haben uns geirrt", schrieb das Blatt.

AP
Nach der Veröffentlichung des vor elf Jahren in Spanien aufgenommenen Fotos, auf dem der rechte Busen von Sophie Rhys-Jones zu sehen ist, hatte sich der Buckingham-Palast offiziell beim britischen Presserat über die "absichtliche Gemeinheit" und die Verletzung der Privatsphäre beschwert. Die Welle der Empörung, der sich auch Premierminister Tony Blair angeschlossen hatte, setzte sich am Donnerstag in zahlreichen Kommentaren der anderen Zeitungen fort.

Sophie Rhys-Jones, die gemeinsam mit einem Partner eine Public-Relations-Firma betreibt, fürchtet, daß die britischen Medien ein negatives Image von ihr und Prinz Andrew aufbauen. "Ich glaube, sie (die Medien) haben entschieden, daß sie uns nicht mögen", sagte sie der Fachzeitung "PR Week". "Wie nahe man auch dem Mediengeschäft sein mag, ich habe gelernt, daß es dann, wenn man selbst es ist, über den sie schreiben, sehr schmerzt und nicht aufhört zu schmerzen."



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