Dauer-Schreck Bussard krallt sich halbe Stunde an Mann fest

Rettungsaktion mit Folgen: Bei dem Versuch, einen verletzten Bussard zu retten, hat sich ein Thüringer verletzt. Das Tier fühlte sich offenbar angegriffen und krallte sich 30 Minuten lang am Unterarm des Mannes fest.
Archivbild: Mäusebussarde in Ostbrandenburg

Archivbild: Mäusebussarde in Ostbrandenburg

Foto: Patrick Pleul/ picture alliance / dpa

Hamburg - Ausgerechnet seine Tierliebe hat einem 59-jährigen Thüringer echte Schmerzen bereitet: In einem Gebüsch entdeckte der Mann aus Oettersdorf im Saale-Orla-Kreis einen verletzten Bussard. Als er versuchte, ihn hochzunehmen, krallte sich der Greifvogel so heftig an seinem Unterarm und an der Hand fest, dass er ihn partout nicht mehr loswurde.

Selbst den kurz darauf zur Hilfe geeilten Sanitätern gelang es der Polizei zufolge nicht, den Vogel von seinem Retter zu trennen. Mindestens 30 Minuten lang musste der Mann aushalten, dann schaffte es eine Tierärztin, ihn zu befreien. Mit leichten Verletzungen wurde der Mann zum Arzt gebracht, der Bussard wurde von der Veterinärin behandelt.

Mäusebussarde leben in ganz Europa. Weltweit gibt es rund eine Million Brutpaare, ein Zehntel davon lebt in Deutschland. Die habichtartigen Greifvögel schlagen ihre Beute - Mäuse, Vögel oder auch Reptilien - vorwiegend am Boden.

ala/dpa