Marshmellow, der Truthahn



Jedes Jahr werden in den USA zu Thanksgiving fast 50 Millionen Truthähne verspeist. Aber zwei der ursprünglich zum Verzehr aufgezogenen Turkeys bleibt der Bratofen erspart - dank des amerikanischen Präsidenten. Entsprechend einer nunmehr fast 60 Jahre alten Tradition des Weißen Hauses "begnadigte" George W. Bush am 22. November - zwei Tage vor dem großen Fest - ein über 30 Pfund schweres Prachtexemplar aus dem Staat Minnesota.

Bush mit "Marshmellow"
AP

Bush mit "Marshmellow"

"Marshmellow" und "Yam", ein vorsorglich ausgewählter Ersatz-Truthahn, blicken nun einem unterhaltsamen Leben entgegen - im Vergnügungspark Disneyland in Kalifornien. Dort dürfen sich die beiden nach der Teilnahme an einer Thanksgiving-Parade auf einer Farm tummeln. Gleich nach der "Begnadigungszeremonie" im Weißen Haus ging die Reise für die Vögel in Richtung Westküste los: erster Klasse an Bord einer Passagiermaschine, wie US-Medien berichteten.

Bisher waren die "begnadigten" Truthähne stets in einen Streichelzoo bei Washington gebracht worden, aber den Berichten zufolge hatte eine Tierschutzorganisation Alarm geschlagen. Nach ihren Angaben wurden die Tiere auf engem Raum in Schuppen gehalten und überlebten den Gnadenakt von höchster politischer Stelle nicht lange. Die Zoo-Verwaltung bestreitet die Vorwürfe.

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