Tiger-Attacke Zoobesucher kritisieren späte Hilfe

Nach dem tödlichen Tigerangriff im Zoo von San Francisco erhebt der Anwalt der Opfer schwere Vorwürfe: Die beiden verletzten Brüder hätten mehr als eine halbe Stunde warten müssen, bis Hilfe herbeigerufen wurde.


San Francisco - Während ihr Freund Carlos Sousa reglos am Boden lag, versuchten Paul und Kulbir Dhaliwal Hilfe zu rufen. Sie seien zunächst 270 Meter weit zu einem Zoo-Café gelaufen, doch das Café war nach Angaben von Anwalt Mark Geragos geschlossen. Die Brüder hätten daraufhin eine Wärterin entdeckt, die aber zurückhaltend auf ihre Angaben reagiert habe. Die Polizei wurde schließlich durch einen Anruf aus dem Zoo-Café um 17.07 Uhr alarmiert - der Angriff ereignete sich aber bereits etwa 16.30 Uhr.

Zoo-Sprecher Sam Singer wies die Angaben des Anwalts als unzuverlässig zurück und wies darauf hin, dass die Ermittlungen der Polizei noch nicht abgeschlossen seien. Der 17-jährige Sousa wurde bei dem Angriff des aus seinem Gehege ausgebrochenen Tigers tödlich verletzt, seine beiden 19 und 23 Jahre alten Begleiter überlebten die Attacke mit Verletzungen.

jjc/AP



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