Tod des HSV-Managers Polizei stellt Ermittlungen im Fall Timo Kraus ein

Feuerwehrleute bargen die Leiche des HSV-Managers Timo Kraus aus dem Hamburger Hafen. Seine Frau zweifelte an einem Unfall. Doch die Polizei hat keine Anzeichen für eine Straftat.
Museumsschiff "Cap San Diego" im Hamburger Hafen

Museumsschiff "Cap San Diego" im Hamburger Hafen

Foto: A3576 Maurizio Gambarini/ dpa

Die Polizei hat die Ermittlungen nach dem Tod des HSV-Managers Timo Kraus eingestellt. "Alles, was wir wissen, deutet darauf hin, dass es sich um einen Unglücksfall handelt", sagte Jan Krüger von der Polizeiinspektion Harburg.

Als Todesursache stehe Ertrinken fest. Das habe das Obduktionsergebnis ergeben. "Es gibt keine äußeren Verletzungen und keine Hinweise auf eine Straftat", sagte Krüger. Mit der Identifizierung des Toten sei der Vermisstenfall nun abgeschlossen.

Die Leiche des 44-Jährigen war am Donnerstag bei den Hamburger Landungsbrücken in der Elbe entdeckt worden. Dort war der Familienvater vor elf Wochen das letzte Mal gesehen worden. Seitdem galt er als vermisst.

Im Gespräch mit dem SPIEGEL hatte Corinna Kraus an einem Unfall ihres Mannes gezweifelt. "Was suchte mein Mann bei Nacht auf dieser Brücke?", fragt sie. "War er allein? Ging er freiwillig dorthin? Hat ihn jemand ins Wasser gestoßen?"

Update 28.3.: Laut Staatsanwaltschaft Hamburg ist das Todesermittlungsverfahren in dem Fall noch nicht abgeschlossen. Zunächst werde noch das schriftliche Obduktionsergebnis abgewartet, berichten "Bild" und "NDR" unter Berufung auf eine Sprecherin. Mündlich sei schon Ertrinken als Todesursache bestätigt worden, Fremdverschulden solle aber ausgeschlossen werden . Außerdem wolle man prüfen, ob der Blutalkoholspiegel noch feststellbar sei, hieß es.

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cnn/dpa
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