Tod im Bad Elfjähriger schnüffelt Deo - und stirbt

Eigentlich ist Deospray ein harmloser Hygieneartikel. Es kann allerdings äußerst gefährlich sein, wenn Jugendliche damit erste Drogenerfahrungen sammeln wollen. Einem elfjährigen Jungen aus Oldenburg kostete seine Neugierde nun das Leben.

Oldenburg - Nach akutem Herzversagen sei gestern der Hirntod des Kindes eingetreten, teilte das Klinikum Oldenburg heute mit. Herz, Nieren und Gehirn des Jungen, der das Spray inhalierte, seien durch das Butangas stark geschädigt gewesen.

Den Ermittlungen der Polizei zufolge hatte der Schüler das Deo am 19. Mai im Badezimmer der elterlichen Wohnung eingeatmet. Er brach daraufhin zusammen und verlor das Bewusstsein. Erste Reanimationsversuche durch Familienangehörige scheiterten. Im Krankenhaus wurde der Elfjährige in ein künstliches Koma versetzt, aus dem er nicht mehr erwachte.

Nach Angaben eines Polizeisprechers seien bundesweit bisher drei Todesfälle wegen des Einatmens von Deospray bekannt. "Wir gehen davon aus, dass der Junge die berauschende Wirkung des Sprays ausprobieren wollte", sagte der Polizeisprecher.

str/ddp

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