Tod im Tunnel Eigentümer will Prinzessin Dianas Unfallwagen zurück

Sie war die berühmteste Frau der Welt, und auch elf Jahre nach ihrem Tod lässt sich mit ihr Geld machen: Der Eigentümer des Mercedes, in dem Prinzessin Diana verunglückte, will den Wagen verkaufen - für mehr als eine Million Euro.


London - Das tragische Ende der Prinzessin von Wales beschwört auch elf Jahre nach ihrem Tod Mitleid, Verschwörungstheorien und Sensationsgier herauf. Bester Beweis: Der Eigentümer des Mercedes, mit dem Diana und ihre drei Begleiter 1997 im Pariser Alma-Tunnel verunglückten, will den Wagen nun zu Geld machen - das berichtet die britische "Mail on Sunday".

Der französische Händler Jean-François Musa fordert die Herausgabe der Limousine von der Polizei in London. Musa habe den zerstörten Wagen auch dem Kaufhausmillionär Mohammed Al-Fayed angeboten, dem Vater von Dianas bei dem Unfall getöteten Freund Dodi. Mohammed Al-Fayed, der in seinem Konsumtempel "Harrods" einen kitschigen Schrein zum Gedenken an das Paar errichtete, lehnte den Deal jedoch als "geschmacklos" ab.

Die Limousine steht seit etwa drei Jahren in London bei der Polizei. Nach Angaben der Zeitung könnte der Unfallwagen einen Preis von rund einer Million Pfund (1,24 Millionen Euro) erbringen. Nach dem Willen der Prinzen William und Harry, Dianas Söhnen, soll der Mercedes jedoch "diskret und privat" entsorgt werden, damit er nicht in die Hände von Souvenir-Jägern fällt.

Musa sagte, es sei "vollkommen illegal", dass die Polizei ihm das Auto "ohne Kompensation weggenommen" habe.

Die Londoner Polizei erklärte, der ehemalige Untersuchungsleiter Lord Stevens habe mit den französischen Behörden Kontakt wegen einer eventuellen Rückgabe des Autos aufgenommen. Es sei aber Sache der Polizei in Frankreich, was mit dem Wagen weiter geschehe.

pad/dpa



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