Tödliches Tanzfest 300 Menschen sterben bei Brand in China

Ein Großbrand in einem Geschäftshaus im zentralchinesischen Luoyang endete für mindestens 309 Menschen tödlich. 200 Besucher einer Tanzveranstaltung wurden von den Flammen überrascht.


Löscharbeiten in Luoyang
AP

Löscharbeiten in Luoyang

Peking - Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete am Dienstag, das Feuer sei Montagabend im mehrstöckigen Dongdu-Gebäude ausgebrochen. Die Flammen hätten Bauarbeiter und die Besucher der Tanzveranstaltung eingeschlossen. Dutzende Verletzte seien in Kliniken eingeliefert worden. Augenzeugen berichteten, mehrere Menschen hätten sich durch einen Sprung aus dem Fenster gerettet. Xinhua zufolge war der Brand bis Dienstagfrüh gelöscht. Informationen zur Brandursache lagen zunächst nicht vor.

Xinhua meldete, die Bauarbeiter hätten im zweiten und dritten Stock renoviert. In einem Tanzsaal in der vierten Etage hätten sich mehr als 200 Menschen aufgehalten. Über die Zahl der Verletzten machte die Agentur zunächst keine näheren Angaben. Ein Krankenhaus teilte mit, die meisten Opfer seien an einer Rauchvergiftung gestorben. Ein Journalist aus Luoyang berichtete, das Feuer sei im Keller des Geschäftshauses ausgebrochen. Im Dongdu-Gebäude befänden sich zahlreiche kleinere Geschäfte. Xinhua zufolge trafen Vertreter der Stadt und der Provinz Henan, in der Luoyang liegt, am Brandort ein.

In den vergangenen Jahren hatten sich in China mehrere schwere Brände mit hunderten Todesopfern ereignet. Im Dezember 1994 starben 323 Menschen, als in der Stadt Karamay ein Brand in einer Konzerthalle ausbrach. Im November 1994 kamen 233 Gäste einer Tanzveranstaltung in der Provinz Liaoning bei einem Großfeuer ums Leben. 1977 waren 694 Personen - darunter 597 Kinder - bei einem Brand in der Region Xinjiang getötet worden.



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