Tom und Britney Die Promis der Promis?

Tom Cruise führt sie an, Michael Schumacher ist der ranghöchste deutsche Vertreter, und Jennifer Lopez ist zum ersten Mal drin. "Forbes" hat eine Liste der 100 prominentesten Erdenbürger vorgelegt.


Zum ersten Mal in den Promi-Charts: Jennifer Lopez landete auf Platz 34
AP

Zum ersten Mal in den Promi-Charts: Jennifer Lopez landete auf Platz 34

New York - Niemand ist laut "Forbes" weltweit derzeit so prominent wie Tom Cruise. Der Star von "Mission: Impossible" führt die Top-100-Prominenten-Liste 2001 der US-Zeitschrift an. Cruise liegt damit vor Sportskanonen wie Tiger Woods und Michael Schumacher, vor den Beatles und Britney Spears, vor US-Außenminister Colin Powell und den US-Präsidenten-Eltern George und Barbara Bush. US-Präsident George W. Bush selbst hat es nach den "Forbes"-Kriterien nicht in den Reigen der Promis geschafft.

Deutsche Prominenz kommt zwei Mal vor auf der Liste, die "Forbes" online veröffentlichte. Formel-1-Gewinner Michael Schumacher kam auf Platz 15 (Platz 6 im Vorjahr) und Top-Model Claudia Schiffer auf Platz 78.

"Forbes" ermittelt die Rangfolge aus einer Reihe von Faktoren. Dazu gehören das Einkommen, die Zahl der Titelgeschichten und die Häufigkeit, mit der die Prominenten in Zeitungen, Magazinen, Radio und Fernsehen erwähnt werden und Fans ihre Website anklicken.

Nach diesem Schema landete Star-Wars-Regisseur George Lucas mit dem weitaus höchsten Einkommen von 250 Millionen Dollar im vergangenen Jahr wegen seiner schwachen Medien-Popularität nur auf Rang 12. Tom Cruise verdiente nur 43,2 Millionen Dollar, war aber der Held von 11 Titelgeschichten. Ihm folgt der Golf-Profi Tiger Woods mit 53 Millionen Dollar Jahreseinkommen und fünf Titelgeschichten. Auf Platz 3 sind die Beatles mit 70 Millionen Dollar und einer Cover Story zu finden.

Die Nummer eins der Frauen: Britney Spears
AP

Die Nummer eins der Frauen: Britney Spears

Pop-Star Britney Spears ist die populärste Frau des Jahres mit einem Verdienst von 38,5 Millionen Dollar, 5 Titelgeschichten und - nach US-Außenminister Powell - den meisten Radio- und TV-Einsätzen. Die beiden Teenie-Bands Backstreet Boys und 'N Sync schaffen es auf Platz 7 und 8. Die Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling ist mit einem Jahreseinkommen von 36 Millionen Dollar auf Platz 20 zu finden, gefolgt von dem Rapper Dr. Dre (31,5 Millionen Dollar) auf Platz 21.

Michael Schumacher rangiert mit einem Einkommen von 59 Millionen Dollar finanziell auf Platz 6. Doch ihm fehlt laut "Forbes" die Popularität. Mit nur 97.900 Website-Hits, 20 Radio- und TV-Auftritten und ohne eine einzige Titelgeschichte rangierte er insgesamt an 15. Stelle. Claudia Schiffers Prominenz auf Platz 78 der internationalen Liste ergibt sich aus einem Verdienst von 9 Millionen Dollar, 13.200 Website-Hits und 40 Radio- und TV-Auftritten.

Seinen ersten Platz "verdankt" Tom Cruise seiner Trennung von Nicole Kidman
AP

Seinen ersten Platz "verdankt" Tom Cruise seiner Trennung von Nicole Kidman

Schiffers Ex-Verlobter David Copperfield schaffte es dagegen mit 60 Millionen Dollar-Verdienst und 46.400 Web-Hits auf Platz 23. Rock-Lady Tina Turner (31 Millionen Dollar) erreichte Rang 27. Neben Tom Cruise stehen noch andere Filmstars auf der Liste: Brad Pitt (23,8 Millionen Dollar) auf Rang 29, Nicolas Cage (28,4 Millionen Dollar) auf Rang 32, Jennifer Lopez (14,4 Millionen Dollar und fünf Titelgeschichten) auf Rang 34, Keanu Reeves (25,5 Millionen Dollar) auf 36, Ben Affleck (18,3 Millionen Dollar) auf 44. Der britische Popstar Robin Williams (17,1 Millionen Dollar) kam auf den 45. Platz.

Steffi Grafs Verlobter, der Tennis-Profi Andrew Agassi, verdiente 17,5 Millionen Dollar und kam auf Platz 43. Seine Kollegin Venus Williams (10 Millionen Dollar) folgte auf dem 57. Rang, Martina Hingis (11 Millionen Dollar) auf Platz 65 und Venus' Schwester Serena Williams (7,5 Millionen Dollar) auf 71.

Der neue US-Außenminister Powell verdiente 6,7 Millionen Dollar, wurde 540 Mal in Fernsehen und Radio vorgestellt und eroberte sich damit Platz 53. Sein ehemaliger Chef, Ex-Präsident George Bush und seine Frau Barbara vermehrten ihr Einkommen um 4 Millionen, zierten die Titelseite eines Magazins und waren dank ihres Sohnes, des neuen US-Präsidenten George W. Bush, 86 Mal in Radio und TV.

Die Nobelpreisträgerin Maya Angelou ist die Nummer 88, zwei Plätze hinter der Playboy-Schönen Darva Conger, die durch ihre Eheschließung in der Sendung "Heiraten Sie einen Millionär" und Scheidung während der Flitterwochen berühmt geworden war. Auch Top-Promi Tom Cruise dürfte, wie das Magazin einräumt, seine Führungsposition zum großen Teil den vielen Schlagzeilen über die Trennung von seiner Ehefrau und Filmpartnerin Nicole Kidman verdanken.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.