Südpazifik Erster bestätigter Todesfall nach Vulkanausbruch in Tonga

Tonga ist nach der Explosion des Unterwasservulkans von der Außenwelt abgeschnitten. Das Ausmaß der Schäden ist deshalb noch unklar. Nun wurde bekannt, dass eine Britin von der Tsunami-Welle ins Meer gezogen worden sein soll.
Beobachtung aus sicherer Entfernung: Der Vulkan Hunga Tonga-Hunga Ha'apai am 13. Januar

Beobachtung aus sicherer Entfernung: Der Vulkan Hunga Tonga-Hunga Ha'apai am 13. Januar

Foto: Tonga Geological Services / imago images/ZUMA Wire

Nach dem Vulkanausbruch vor der Küste Tongas gibt es in dem Inselstaat einen ersten bestätigten Todesfall. Eine 50-jährige Britin, die mit ihrem Mann in Tongas Hauptstadt Nuku'alofa lebte, wurde von der Tsunami-Welle ins Meer gezogen, wie ihr Bruder am Montag britischen Medien sagte. Zuvor war bisher der Tod von zwei Frauen im mehr als 10.000 Kilometer entfernten Peru bekannt geworden, die durch ungewöhnlich hohe Wellen ertranken.

Zwei Tage nach dem Ausbruch des Vulkans Hunga Tonga-Hunga Ha'apai herrscht ansonsten noch immer völlige Unklarheit über das Ausmaß der Schäden in dem Pazifikstaat. Tonga war am Montag weiter nahezu komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Die Telefonverbindungen sind unterbrochen, da ein unterseeisches Internetkabel bei dem Vulkanausbruch beschädigt wurde.

Bislang drangen über Satellitentelefon nur bruchstückhaft Informationen von dem Pazifikstaat an die Außenwelt. Australien und Neuseeland schickten am Montag erste Aufklärungsflugzeuge los. Ersten Berichten zufolge ist die Westküste Tongas möglicherweise schwer von dem Vulkanausbruch betroffen.

Wellen vom Ausbruch in Tonga verursachen einen Ölaustritt in Peru

An der Küste Perus ist es im Zusammenhang mit dem Ausbruch zu einem Öl-Unfall gekommen. Das peruanische Institut für Zivilschutz teilte in einer Pressemitteilung mit, dass Öl aus einem Schiff ausgetreten ist, als es von den starken Wellen bewegt wurde. Demnach hatte es gerade Öl in eine Raffinerie gepumpt.

Ölteppich nach starkem Wellengang in Peru

Ölteppich nach starkem Wellengang in Peru

Foto: Martin Mejia / dpa

Die Regierung machte keine Angaben zur Menge des ausgelaufenen Öls. Sie teilte lediglich mit, dass die lokalen und staatlichen Behörden an der Reinigung der Küste arbeiten.

Der Vulkanausbruch am Samstag war einer der schwersten seit Jahrzehnten und noch im weit entfernten Alaska messbar. In weitem Umkreis im Pazifik gingen Asche und saurer Regen nieder. Die Eruption führte zu Tsunami-Wellen, die noch an weit entfernten Küsten von Japan bis in die USA zu bemerken waren.

cop/AFP/AP