Nach Vulkanausbruch in Südseestaat Tonga hat (vorerst) eine neue Insel

Nach dem Ausbruch des Unterwasservulkans Home Reef im Südpazifik hat sich nördlich der Hauptinsel von Tonga ein neues Eiland gebildet. Doch die Landmasse könnte schnell wieder verschwinden.
Aktivität des Unterwasservulkans Home Reef am 14. September

Aktivität des Unterwasservulkans Home Reef am 14. September

Foto: HANDOUT / AFP

Der Unterwasservulkan mit dem englischen Namen Home Reef (Heimatriff) ist sehr produktiv. Bereits 1994 und 2006 hatten sich nach seinen Eruptionen neue Inseln aus erkalteter Lava gebildet. Deren Klippen reichten bis zu einer Höhe von 70 Metern – allerdings verschwanden sie schon bald darauf wieder.

So könnte es auch dem neuen Eiland ergehen, über das der Inselstaat Tonga im Südpazifik seit einigen Tagen verfügt. Seit dem 10. September stößt Home Reef wieder Lavaströme aus. Wie der geologische Dienst des Archipels am Sonntag mitteilte, habe sich bereits rund elf Stunden nach dem Ausbruch rund 250 Kilometer von der Hauptinsel Tongatapu eine neue Landfläche über der Wasseroberfläche gebildet.

In den Tagen danach sei die Insel rasch weitergewachsen, wie aus Messungen der Behörde hervorgeht. Zehn Tage nach Beginn der Eruption habe sich die Fläche der Insel bereits verachtfacht. Sie rage zurzeit 15 Meter empor und sei etwa 211 Meter lang und 218 Meter breit, was einer über dem Wasser liegenden Fläche von rund 35.000 Quadratmetern entspreche, so der geologische Dienst auf seiner Facebook-Seite .

Zu dem Archipel Tonga, der etwa 2300 Kilometer nordöstlich von Neuseeland im Pazifik liegt, gehören etwa 170 Inseln. Mehr als ein Viertel der 107.000 Einwohner lebt in der Hauptstadt Nuku'alofa. Zum Jahreswechsel 2014/2015 war bei einem monatelangen Ausbruch des Vulkans Tonga-Hunga Ha'apai 65 Kilometer nördlich von Nuku'alofa ebenfalls eine neue, zwei Kilometer lange Insel entstanden. Bei einer weiteren gewaltigen Eruption Anfang 2022 verschwand die Insel wieder.

bor/dpa

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