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Tony Blairs Chefschreiber Was Reden zu großen Reden macht

Philip Collins hat für den früheren britischen Premier Blair gearbeitet. Im Interview erklärt er, wie Churchill, Kennedy und Obama ihre Zuhörer begeistern und warum die Zeit großer Worte vorbei ist.
aus DER SPIEGEL 23/2019
Collins: "Rhetorik ist näher an Musik als an Poesie"

Collins: "Rhetorik ist näher an Musik als an Poesie"

Foto: MICHA THEINER / Der Spiegel

Collins, 52, war Investmentbanker, bevor er Chefredenschreiber des damaligen britischen Premierministers Tony Blair wurde. Nach Blairs Rücktritt im Sommer 2007 sah es kurz so aus, als würde Collins selbst in die Politik gehen, er entschied sich aber anders. Heute ist er Kolumnist der Zeitung "The Times". 2017 veröffentlichte er das Buch "When They Go Low, We Go High", in dem er 25 berühmte Reden der Weltgeschichte analysierte.


SPIEGEL: Herr Collins, wann haben Sie zuletzt eine Rede gehört, die Sie begeistert hat?

Collins: Das ist lange her. Es hat nicht nur damit zu tun, dass die Politiker schlecht sind, obwohl das eine Rolle spielt. Ich glaube, dass es heutzutage schwerer ist als früher, eine große Rede zu halten, weil die großen Themen fehlen. Und wenn es große Themen gibt, hat ein Einzelner kaum die Möglichkeit, etwas zu verändern. Nehmen Sie die Einwanderung. Als Premierminister kann ich dazu die beste Rede meines Lebens halten – meine Möglichkeiten zu handeln sind beschränkt. Weil ich für das meiste nicht zuständig bin. Ähnlich ist es mit dem Klimawandel. Politik machen heißt heutzutage, wo alles mit allem zusammenhängt, Millionen kleine Entscheidungen zu treffen.

SPIEGEL: Früher war das anders?

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