Tanzender Polizist in Rhode Island Triller-Thriller

Weihnachtszeit ist Tony-Lepore-Zeit - zumindest in Rhode Island. Dort regelt der pensionierte Polizist jedes Jahr für ein paar Tage den Verkehr von Providence. Seine Tanzeinlagen haben ihn zur Kultfigur gemacht.

AP

Hamburg - Er geht tief in die Hocke, fällt auf die Knie, winkt die Autofahrer durch: Der tanzende Verkehrspolizist Tony Lepore ist weit über die Grenzen von Rhode Island bekannt geworden. Der Mann ist mittlerweile eine Tradition in dem US-Bundesstaat. Seit 1984 regelt er mit durchaus akrobatischen Bewegungen den Verkehr. Gut, er ist kein Michael Jackson - aber seine Performance mitten auf einer Kreuzung ist aller Ehren wert.

Anfangs tanzte Lepore noch im regulären Dienst. 1988 schied er aus, doch vier Jahre später fragten die Behörden der Hauptstadt Providence, ob er wieder aktiv sein wolle. Das sei gut für das Image der Stadt. Seither tanzt er jedes Jahr zur Weihnachtszeit für zehn Tage als Reservepolizist.

In diesen Tagen ist es wieder so weit: Lepore gibt an seiner Kreuzung in Providence vollen Einsatz, immer im Rhythmus. Angefangen hatte alles, als er von Nachtdiensten an die Straßenkreuzung versetzt wurde, um den Verkehr zu regeln. Aus Langeweile und Ärger über unaufmerksame Autofahrer und Fußgänger habe er damals zu tanzen begonnen, erinnert sich Lepore.

Der Einsatz ist nicht spurlos an ihm vorübergegangen. Sein Körper mache ordentlich was mit, sagt der tanzende Polizist. Er hätte sich schon Zerrungen und sogar Ermüdungsbrüche zugezogen und sich einer Knieoperation unterziehen müssen.

hut/AP



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