Total zerstörtes Haus Mehrere Tote bei Wohnungsbrand in Unna

Bei einem Wohnhausbrand in Unna sind mindestens fünf Menschen gestorben. Laut Feuerwehr könnten sich noch weitere Leichen in dem völlig zerstörten Haus befinden. Tragisches Familienunglück auch in Frankfurt am Main: Eine Mutter und zwei Kinder wurden tot aufgefunden - vermutlich war die Gastherme defekt.

Feuerwehrmänner in Unna: Fünf Menschen sterben bei Wohnhausbrand
ddp

Feuerwehrmänner in Unna: Fünf Menschen sterben bei Wohnhausbrand


Unna - Ein Mann wurde leicht verletzt, eine Frau schwer, und mindestens fünf Menschen starben: Bei einem Wohnhausbrand im nordrhein-westfälischen Unna am frühen Freitagmorgen wurde das gesamte Haus zerstört. Ein Sprecher der Feuerwehr Unna sagte, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich noch weitere Leichen in dem Haus befänden. Die Brandursache sei noch unbekannt.

Der Brand in dem Einfamilienhaus ereignete sich im Stadtteil Königsborn. Die Einsatzkräfte wurden um 4.36 Uhr alarmiert. Ein Sprecher sagte, es seien in dem Haus sechs Personen gemeldet gewesen. Bei den gemeldeten Personen handelt es sich um ein älteres Ehepaar und eine vierköpfige Familie. Das jüngste Mitglied dieser Familie ist 18. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass sich auch Gäste in dem Haus befunden hätten, erklärte die Polizei.

In dem Haus gab es nach ersten Erkenntnissen zwei Wohnungen. Als die Feuerwehr eintraf, habe ein Anbau bereits in voller Ausdehnung gebrannt. Auch das Haupthaus habe gebrannt. Zwei Autos, die vor dem Haus abgestellt waren, wurden ebenfalls zerstört. Vier Löschzüge mit rund 95 Feuerwehrleuten waren im Einsatz. Hinzu kamen mehr als 20 Rettungskräfte. Nähere Einzelheiten wollte die Feuerwehr auf einer Pressekonferenz am späten Vormittag mitteilten.

Drei Tote in Frankfurt am Main - Verdacht auf Kohlenmonoxidvergiftung

Ein weiteres tragisches Familienunglück ereignete sich in Frankfurt am Main. Am Heiligabend wurden eine 33-jährige Mutter und ihre zwei Jungen im Alter von zehn und 13 Jahren tot in einer Wohnung aufgefunden. Laut Polizei gibt es Hinweise auf eine möglicherweise defekte Gastherme. Entsprechende Messungen in den Räumen und erste toxikologische Untersuchungen der Toten ließen auf eine mögliche Kohlenmonoxidvergiftung schließen. Die Obduktion ist für kommenden Montag vorgesehen.

Die Toten seien alle eritreischer Abstammung. Der 43-jährige Vater wurde den Angaben zufolge ebenfalls leblos vorgefunden und konnte nach notärztlicher Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. Sein Zustand habe sich etwas stabilisiert, sagte der Sprecher. Er sei aber derzeit nicht ansprechbar.

Inwieweit an der Gastherme ein technischer Fehler, mögliche Konstruktionsfehler oder eine Fehlbedienung vorliegen, bedarf weiterer Ermittlungen unter Hinzuziehung eines Sachverständigen, wie der Sprecher weiter sagte.

Freunde hatten die Polizei verständigt, nachdem die vierköpfige Familie nicht zu einer Verabredung gekommen war.

Toter bei Brand in Bungalow

In Freiburg kam zudem ein 79-jähriger Mann ums Leben. Er starb in der Heiligen Nacht laut Polizei in einem Krankenhaus. Seine 87-jährige Ehefrau erlitt schwere Verletzungen. Das Feuer war aus noch unbekannter Ursache in der Wohnung im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses ausgebrochen.

In Wandlitz nördlich von Berlin starb am Donnerstag ein 67 Jahre alter Mann in einem Bungalow. Die Brandursache stehe noch nicht fest, sagte ein Sprecher des Lagezentrums im brandenburgischen Innenministerium. Der Mann habe nach Angaben von Nachbarn immer einen offenen Heizstrahler als Wärmequelle genutzt.

Nach einem Wohnungsbrand in Wolfenbüttel wurde an Heiligabend eine 37-jährige Frau mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Ihre beiden fünf und sieben Jahre alten Kinder blieben unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Der 42-jährige Familienvater hatte noch vergebens versucht, das Feuer selbst zu löschen. Erst die freiwillige Feuerwehr konnte den Brand unter Kontrolle bringen.

wal/amz/dpa/APD/ddp

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