Toter Bär Bruno bleibt ausgestopft in Bayern

Wochenlang wurde er im vergangenen Sommer gejagt und schließlich erlegt - nun soll Problembär Bruno in einem bayerischen Museum seine letzte Ruhestätte finden. Das allerdings dürfte für Aufregung in Italien sorgen.


München - Noch liegt der erschossene Bär Bruno tiefgekühlt in einer geheimen Kammer. Doch bald schon soll das Tier ausgestopft und anschließend in einem bayerischen Museum ausgestellt werden, sagte eine Sprecherin von Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) heute. Es solle
keine reine Zurschaustellung des Braunbären geben, sondern eine wissenschaftlich aufbereitete Darstellung.

Eine Rückgabe des toten Braunbären an Italien ist damit vom Tisch - dabei hatte auch die italienische Regierung Anspruch auf den Kadaver erhoben. Denn Bruno war im Sommer 2006 von Italien aus über Österreich nach Bayern eingewandert und schließlich dort zur Strecke gebracht worden.

Bruno wird in einer geheimen Tiefkühlkammer aufbewahrt, nachdem militante Tierschützer Drohungen gegen Mitarbeiter der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität ausgesprochen hatten, in deren Institut für Tieranatomie die sterblichen Überreste des am 26. Juni 2006 geschossenen Bären zuvor aufbewahrt worden waren. Auch Schnappauf hatte Morddrohungen erhalten.

kai/dpa



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